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Ernst Fuchs

(1930, Wien - 2015, Wien) » Zur Biografie

Ernst Fuchs

Ernst Fuchs begann 1945 an der Wiener Akademie der bildenden Künste in der Klasse von Albert Paris Gütersloh zu studieren. Fuchs zählte zu den Mitbegründern des Art Club. Seine erste Einzelausstellung fand 1946 statt. Gemeinsam mit Wolfgang Hutter, Arik Brauer, Rudolf Hausner und Anton Lehmden gründete Fuchs 1948 die "Wiener Schule des Phantastischen Realismus", für die er eine prägende Figur wurde. Um 1950 vollzog sich in seiner Malerei ein Wandel: er verabschiedete sich von der surrealistischen Phase und bildete seinen genuinen Stil des phantastischen Realismus aus. Dabei setzte sich Fuchs intensiv mit der altmeisterlichen Maltechnik von Künstlern wie Hieronymus Bosch, Jan van Eyck oder Matthias Grünewald auseinander und ließ sich auch von deren Bildinhalten inspirieren.
1951 war er neben Arnulf Rainer Mitglied der "Hundsgruppe", die sich jedoch bald wieder auflöste. Fuchs lebte zeitweise immer wieder in Paris und hatte dort Kontakt zur Künstlerelite. Er unternahm ausgedehnte Reisen nach Italien, Spanien, Deutschland, England, die USA und Israel.
Ab 1970 arbeitete Fuchs auch als Bildhauer und Bühnenbildner, schuf Theaterkostüme, entwarf Möbel und Inneneinrichtungen.
Ende der 1970er Jahre kam es zu einer weiteren merkbaren Änderung im Malstil von Ernst Fuchs: seine Bildkompositionen wurden einfacher, die der Mythologie entstammenden Figuren wirken plakativer.
Mit seinem malerischen Werk war Ernst Fuchs weltweit auf zahlreichen Ausstellungen vertreten.Wien 1930-2015 Wien