Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

17. April 2012

0149

Xenia Hausner*

(Wien 1951)

„Himmel voller Geigen“
1998
Acryl auf Papier auf Leinwand
160 × 230 cm

€ 35.000

Xenia Hausner*
(Wien 1951 geb.)

Himmel voller Geigen
Acryl auf Papier auf Leinwand
160 x 230 cm
1998
Monogrammiert und datiert links unten: XH. 98
Provenienz: Schweizer Privatbesitz

NORMALBESTEUERUNG

Xenia Hausner wurde 1951 als Tochter des österreichischen Malers Rudolf Hausner in Wien geboren. Von 1972 bis 1976 studierte sie Bühnenbild an der Akademie der Bildenden Künste in Wien und an der Royal Academie of Dramatic Art London. Bis 1992 war sie als Bühnenbildnerin tätig und fertigte Ausstattungen für Theater und Oper an, seit 1990 widmet sie sich der Malerei, Mixed-Media-Arbeiten und Grafik. Xenia Hausner lebt und arbeitet in Berlin und im Salzkammergut.

Der Mensch steht im Mittelpunkt von Xenia Hausners Werken. Ihre Figuren sind sehr präsent, haben etwas Monumentales und sie haben kein Problem mit der Gegebenheit des Posierens.
"Wenn ich ein Gesicht male, dann entwickelt es sich meistens so, dass mich der Mensch ansieht oder ich ihn dazu auffordere mit mir Blickkontakt zu halten. Bei neueren Porträts muss Dich natürlich nicht immer jemand direkt ansehen. Aber irgendwie ist es bei mir so, dass ich die Leute animiere mich anzusehen und dann bohre ich mich da rein. Mehr ist das nicht. Man muss nicht immer alles durchanalysieren. Das ist wichtig für Kunsthistoriker, ich erzähle hier aber aus der Perspektive der Macherin und da interessiert mich einfach der direkte Blickkontakt und das hineinwühlen in eine innere Befindlichkeit. Das ist in der Fotografie ja genauso. Ich brauche kein Porträt, ob das jetzt in der Fotografie oder in der Malerei ist, das nur die äußere Landkarte abbildet. Interessant wird es nur durch die Interpretation, ansonsten könnte ich auch zum Passautomaten gehen. Ob die Interpretation ein Fotograf oder ein Maler vornimmt ist dabei wurscht. Es geht um eine innere Befindlichkeit, die ich durch meinen subjektiven Blick aufgreife und die durch meinen inneren Kaffeefilter rinnt. Um etwas anderes geht es überhaupt nicht." (Xenia Hausner)