Auktionshaus

Auktion: Klassische Moderne

26. November 2013, 17:00 Uhr

0503

Gustav Klimt

(Wien 1862 - 1918 Wien)

„Frauenkopf Studie für die "Unkeuschheit" des Beethovenfrieses“
1902
Bleistift auf Papier
45 × 31,5 cm
Rückseitig bezeichnet: aus dem Nachlaß G. Zimpel (Mollardgasse) / Klimt Skizze

Provenienz

Privatbesitz, Wien

Literatur

Alice Strobl, Gustav Klimt, Die Zeichnungen, 1878 - 1903, Bd. I, Salzburg 1980, vergleiche Nr. 810, Abb. S. 241 (weitere Studie des Frauenkopfes)

Wir danken Frau Dr. Bisanz-Prakken für die Bestätigung des Blattes. Es wird in den Nachtrag des Werkverzeichnisses aufgenommen.

€ 38.000

Bei der vorliegenden Zeichnung handelt es sich um eine seitenverkehrte Studie für den Kopf der "Unkeuschheit" des 1902 entstandenen Beethovenfrieses. Das Modell war eine Solotänzerin der Wiener Staatsoper (vgl. Strobl, Bd IV, S. 105, Abb. S. 106).

"Innerhalb der Kunst Klimts nimmt der von der Republik Österreich 1973 erworbene Beethovenfries, das einzige von ihm erhaltene Monumentalgemälde im neuen Stil einen wichtigen Platz ein. (…) Die Studien für dieses Werk (…) sind durch einen ganz spezifischen Zeichenstil gekennzeichnet, so daß sie sich unverwechselbar diesem Werk zuordnen. Dieser versucht, mit einem Minimum an Binnenzeichnung auszukommen und ist meist auf rhythmische geschwungene Umrisse von großer Geschmeidigkeit konzentriert (…). Innerhalb von Klimts erster Periode seines Neuen Stils stellen diese beinahe ausschließlich mit Kreide auf Packpapier ausgeführten Blätter einen Höhepunkt dar." (Strobl, Bd I, S. 221)