Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

13. November 2012

0135

Friedrich von Amerling

(Wien 1803 - 1887 Wien)

„Schroff v. Schroffenberg“
1829
Öl auf Leinwand
63 × 50 cm

€ 20.000 - 40.000

Friedrich von Amerling
(Wien 1803 - 1887 Wien)

Porträt Dr. Stephan Schroff v. Schroffenberg
(Arzt und Universitätsprofessor)
Öl auf Leinwand; 63 x 50 cm
1829
Signiert am linken Rand mittig: FrAmerling
Literatur: Günther Probszt, Friedrich von Amerling, Der Altmeister der Wiener Porträtmalerei, Wien 1927, S. 113, Nr. 165, Abb. 14; Franz Ottomann, Füger bis Klimt, Ausstellung der Wien Secession 1923, Taf. XXIX.
Provenienz: Bertha Munk-Eissler, Wien; Sammlung Jauner (Kunstauktion Pisko 11.11.1907), Nr. 4 (mit Abb.); österreichischer Privatbesitz

Friedrich Amerling wurde als Sohn des Gold- und Silberdrahtziehers Franz Amerling und dessen Frau Theresia Kargl geboren. Von 1815 bis 1824 studierte er an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Vorerst besuchte er bei Josef Klieber die Graveurschule, wechselte dann aber in die Klasse für "Historische Zeichnungsgründe" bei Hubert Maurer und Karl Gsellhofer.
Im Jahr 1824 ging Amerling nach Prag zu seinem Onkel Heinrich und studierte an der dortigen Akademie als Schüler von Joseph Bergler d.J. 1827 und 1828 verbrachte er in London, wo er den Maler Thomas Lawrence besuchte und von dessen Porträtkunst nachhaltig beeinflusst wurde. Weitere Reisen führten ihn nach Paris, wo er bei Horace Vernet arbeitete, und Rom, ehe er - seit 1828 wieder zurück in Wien - Aufträge des österreichischen Kaiserhauses, des Adels und Bürgertums ausführte.
1829 erhielt er den Reichel-Preis der Akademie in Wien. Amerling unternahm Zeit seines Lebens ausgedehnte Reisen: 1836 und 1838 nach Italien, 1838 in die Niederlande, 1839 nach München, 1840-43 nach Rom, 1882 nach Spanien, 1883 nach England, 1884 nach Griechenland, 1885 nach Skandinavien bis zum Nordkap und 1886 nach Ägypten und Palästina.
Amerling schuf über 1000 Werke, vor allem Porträts. Er war einer der beliebteste Porträtisten des Hochadels und des Großbürgertums in der Zeit des Wiener Biedermeier, der für sein Schaffen zahlreiche Ehrungen erhielt und vom Kaiser in den Adelsstand erhoben wurde. (MS)