Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

13. November 2012

0136

Peter Fendi

(Wien 1796 - 1842 Wien)

„Stillleben mit Putti“
Öl auf Holz
33 × 41 cm

€ 10.000 - 20.000

Peter Fendi
(Wien 1796-1842 Wien)

Stillleben mit Putti
Öl auf Holz; 33 x 41 cm
Signiert links unten: P. Fendi
zwischen 1837-1839
Rückseitig bezeichnet und datiert: Peter Fendi 1825
Heinz Kretschmann, Werkverzeichnis in Form einer Datenbank, WV-Nr. k.k.Z.Fendi-3808

NORMALBESTEUERUNG

Fendi zählt neben Danhauser und Waldmüller zu den wichtigsten Künstlern des Wiener Biedermeier. Er wurde 1796 in Wien als Sohn eines Privatlehrers geboren. Schon früh zeigte sich Fendis künstlerisches Talent, 1810 wurde er schließlich Schüler der k.k. Zeichnungsakademie. Fischer, Maurer und Lampi zählten dort zu seinen Lehrern. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde Fendi von dem Augenarzt und Sammler Joseph Barth tatkräftig unterstützt. Durch Barths Vermittlung kam Fendi mit dem Präsidenten der Akademie, Anton Graf Lamberg-Sprinzenstein, in Kontakt. Dieser erteilte ihm den Auftrag seine Sammlung von antiken Vasen zu kopieren. 1818 wurde Fendi Kabinettzeichner des Münz- und Antikenkabinetts, wo an die 2000 Blätter mit Kopien antiker Kunstwerke entstanden. Der Direktor des Münz- und Antikenkabinetts, Moritz Graf Dietrichstein empfahl Fendi ab 1833 bei Hofe, wo er sich die Gunst der Kaiserin Karolina Augusta und der Erzherzogin Sophie erwarb und in der Folge zu einem der gefragtesten Porträtisten des Wiener Hochadels avancierte. (MS)

Fendis intensives Studium der Antike führte neben den gezeichneten Kopien antiker Werke zu sehr stimmungsvollen Ölkompositionen, wozu auch unser Gemälde zählt. „Entstanden ist diese Arbeit in den Jahren 1837–1839, als Fendi mehrere Ölbilder mit Gegenständen aus dem k.k. Münz- und Antikenkabinett in Öl malte (vergleiche u.a. Österr. Gal. Inv.-nr. 2969 und 2970, KHM Antikensammlung IN XIV Z 20).“ (Heinz Kretschmann)