Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

13. November 2012

0112

Ferdinand Georg Waldmüller

(Wien 1793 - 1865 Helmstreitmühle bei Mödling)

„Betende Maria“
1828
Öl auf Holz
35,5 × 28 cm

€ 35.000

Ferdinand Georg Waldmüller
(Wien 1793 - 1865 Helmstreitmühle bei Mödling)

Betende Maria (Kopie nach Joos van Cleve)
Öl auf Holz; 35,5 x 28 cm
1828
Literatur: Bruno Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, S. 294, Nr. 214 (Abb.); Rupert Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller 1793-1865, Wien-München 1996, S. 441, WV-Nr. 232 (Abb.)
Provenienz: Ludwig Martinelli, Wien; versteigert durch Pisko, 1. Dez. 1907, Nr. 242; seit 1907 in Privatbesitz, Österreich

Das Original Cleves befindet sich als Leihgabe der Czerninischen Gemäldegalerie (Inv.-nr. 60) in der Residenzgalerie in Salzburg (Inv.-nr. 560)

Ferdinand Georg Waldmüller wurde am 15. Jänner 1793 in Wien geboren. Seinen ersten Malunterricht erhielt er durch einen Blumenmaler in Wien. Ab 1807 besucht er die Wiener Akademie unter Hubert Maurer und Johann Baptist Lampi. Im Jahre 1811 war er als Porträtminiaturenmaler in Preßburg und als Zeichenlehrer in Agram tätig, danach als Theatermaler in Prag, Brünn und Baden bei Wien. 1817 kehrte er nach Wien zurück wo er sich verstärkt der Ölmalerei zuwandte, in den Galerien Alte Meister kopiert und sich bei der Landschaftsmalerei durch Johann Nepomuk Schödlberger helfen ließ. Ab 1825 führten ihn Reisen nach Italien, Dresden, Leipzig und München. 1829 wurde er Kustos der Gemäldegalerie und Professor an der Wiener Akademie. Im Jahre 1830 reiste Waldmüller erstmals nach Paris. Es folgten häufig Reisen in Österreich, nach Italien, England und Frankreich. Seine intensiven Bemühungen um eine Reorganisation des Akademieunterrichtes führten zu schweren Zerwürfnissen mit dem Professorenkollegium und 1857 zur strafweisen Pensionierung, der erst 1864 eine Rehabilitierung folgte. Die Hauptgattungen seines Schaffens waren Porträt-, Genre- und Landschaftsmalerei. Anfangs überwogen die Porträts, in den 1830er Jahren nahmen die Landschaftsbilder zu und in der letzten Schaffensperiode überwogen die Genrebilder mit Szenen aus dem Leben des Volkes, vor allem der Bauern. Ferdinand Georg Waldmüller starb am 23. August 1865 in der Helmstreitmühle in Mödling. (MS)