Auktionshaus

Auktion: Alte Meister

13. November 2012

0005

„Ankunft Jakobs bei Laban“
1634
Öl auf Leinwand
147 × 202,5 cm

Schätzpreis: € 25.000 - 50.000
Ergebnis: € 24.000
Auktion ist beendet.

Juan Leandro de la Fuente
(Schule von Granada, 1. Hälfte 17. Jahrhundert)
Ankunft Jakobs bei Laban und seinen Töchtern Lea und Rahel (Genesis Kap. 29)
Öl auf Leinwand, 147 × 202,5 cm
Signiert und datiert am linken Rand mittig: + fuente fazcie B(?) 1634
Bezeichnet unten mittig: GENNESIS. CPT. XXIX.
Literatur: vgl. Ceàn Bermùdez, Juan Agustín. Diccionario histórico de los más ilustres profesores de las Bellas Artes en Espana. Madrid, Viuda de Ibarra, 1800, Tomo II, págs. 144–145; vgl. Javier Lobato Domínguez y Ángel Martín Esteban: Aportaciones a la obra de Juan Leandro de la Fuente y de Domingo Martínez: dos pinturas inéditas del Patrimonio Nacional en los Reales Alárzares de Sevilla’. Reales Sitios (Revista de Patrimonio Nacional), no. 122, 1994, pp.12–22.

Juan Leandro de la Fuente gehörte als Barockmaler im 17. Jahrhundert der Schule von Granada an. Es sind vor allem Altarbilder in Granada, Sevilla und Madrid von ihm überliefert. Aber schon Ceán Bermúdez, Verfasser des spanischen Künstlerlexikons „Diccionario histórico de los más ilustres profesores de las Bellas Artes en Espana“ im Jahre 1800, rühmt Fuente namentlich als Maler naturalistischer Hirtenstücke in der Art der Bassani. In der Tat ist die Nähe Fuentes zu den Hirtenbildern der Bassani unübersehbar – wie die sich in Sevilla befindliche „Anbetung der Hirten“ zeigt. Auch das hier angebotene, 1634 datierte und damit wohl frühest bekannte Gemälde Fuentes macht dies deutlich. Sowohl Tiere als auch Hirten – besonders der dem Betrachter den Rücken zuwendende Knabe links unten – sind sowohl motivisch, als auch in ihrer stilistischen Ausarbeitung – beispielsweise des Körperbaus und der Falten – klar am italienischen Vorbild orientiert. Das Thema des Gemäldes eignet sich zudem vortrefflich, die Kunst des Hirtenbildes anhand eines biblischen Themas zu demonstrieren.
Im Gemälde selbst wird betitelnd auf dem zentrierten Wassertrog auf die nicht sehr häufig illustrierte Bibelszene verwiesen: „Genesis Kapitel 29“. Nachdem schon Esau eine Frau aus Kanaan geheiratet hatte, schicken Isaak und Rebekka ihren zweiten Sohn Jakob aus, um eine Frau aus deren alten Heimat zu heiraten. „Jakob machte sich auf den Weg und wanderte weiter, dem Steppenland im Osten zu. Eines Tages kam er am Rand der Steppe zu einem Brunnen, aus dem die Hirten der Gegend ihr Vieh tränkten. Drei Herden Schafe und Ziegen lagerten dort; aber der große Stein lag noch auf dem Brunnenloch. Die Hirten warteten für gewöhnlich bis alle Herden beisammen waren, dann schoben sie den Stein weg, tränkten die Tiere und schoben den Stein wieder an seinen Platz“ (1 Mose/ Genesis 29, 1–3). Mit der Szene des Tränkens der Herden beginnt die Ankunft Jakobs im Lande seines Onkel Labans, wo er nun die nächsten 14 Jahre um dessen Töchter Lea und Rahel dienen sollte. Mit der Geschichte Jakobs eng verknüpft ist die Geschichte seines Sohnes Josef, der Erstgeborene Rahels, durch den Jakob nach Ägypten kommt. Hier segnet er vor seinem Tod seine zwölf Söhne, die dann als Stammväter der zwölf Stämme Israels in die Geschichte eingehen.

Das Thema des Gemäldes eignet sich zudem vortrefflich, die Kunst des Hirtenbildes anhand eines biblischen Themas zu demonstrieren. Im Gemälde selbst wird betitelnd auf dem zentrierten Wassertrog auf die nicht sehr häufig illustrierte Bibelszene verwiesen: "Genesis Kapitel 29":

Nachdem schon Esau eine Frau aus Kanaan geheiratet hatte, schicken Isaak und Rebekka ihren zweiten Sohn Jakob aus, um eine Frau aus deren alten Heimat zu heiraten.
"Jakob machte sich auf den Weg und wanderte weiter, dem Steppenland im Osten zu. Eines Tages kam er am Rand der Steppe zu einem Brunnen, aus dem die Hirten der Gegend ihr Vieh tränkten. Drei Herden Schafe und Ziegen lagerten dort; aber der große Stein lag noch auf dem Brunnenloch. Die Hirten warteten für gewöhnlich bis alle Herden beisammen waren, dann schoben sie den Stein weg, tränkten die Tiere und schoben den Stein wieder an seinen Platz." (1 Mose/ Genesis 29, 1-3)
Mit der Szene des Tränkens der Herden beginnt die Ankunft Jakobs im Lande seines Onkel Labans, wo er nun die nächsten 14 Jahre um dessen Töchter Lea und Rahel dienen sollte.
Mit der Geschichte Jakobs eng verknüpft ist die Geschichte seines Sohnes Josef, der Erstgeborene Rahels, durch den Jakob nach Ägypten kommt. Hier segnet er vor seinem Tod seine zwölf Söhne, die dann als Stammväter der zwölf Stämme Israels in die Geschichte eingehen.