Auktionshaus

Auktion: Klassische Moderne

17. April 2012

0074

Rudolf Wacker

(Bregenz 1893 - 1939 Bregenz)

„Bildnis Rosalie Haller“
1926
Öl auf Leinwand
72 × 50 cm

€ 150.000 - 250.000

Rudolf Wacker
(Bregenz 1893 - 1939 Bregenz)

Bildnis Rosalie Haller
Öl auf Leinwand
72 x 50 cm
Signiert und datiert links oben: R. Wacker 26
Provenienz: direkt vom Künstler erworben, seit 1926 österreichischer Privatbesitz
Literatur: Max Haller, Rudolf Wacker, Lustenau 1971, Oeuvre-Katalog der Malerei, Nr. 33 (Abb.); Rudolf Wacker und Zeitgenossen. Expressionismus und Neue Sachlichkeit, Ausst.-Kat., hrsg. V. Bregenzer Kunstverein, 1993, Nr. 145, Abb. S. 147

Wacker malte Rosalie Haller, die Mutter Max Hallers, eines seiner besten Freunde in Bregenz, mehrere Male. In einer größeren Anzahl sehr detaillierter Zeichnungen und mit einer summarischen Ölstudie bereitete er die zwei Porträts von 1926 und 1929 (vgl. Kat. Bregenzer Kunstverein, Abb. 149). Auf beiden Bildern ist die Dargestellte als Halbfigur, sitzend in einem Rohrstuhl, vor einer bildabschließenden Wand dargestellt.

"Porträt. - Als erstes Porträt Frau Rosalie Haller, die Mutter unseres Freundes Max neulich begonnen. Arbeite mit großer Anspannung und Freude über mein Ausharren. Ich möchte Menschen (-wie schließlich ebenso alle Dinge!) so malen, daß sie für den Betrachter des Bildes 'wie greifbar' vor ihm stehen, daß sie ihn förmlich erschrecken durch ihre Wirklichkeit. Und ob der Dargestellte nun ihm persönlich bekannt sein mag oder nicht, er muß das Gefühl haben: diesen Menschen kenne ich! - Die Umgebung also der 'Hintergrund', soll Beziehung haben zum Menschen, ihn mit seinem eigenen Milieu umgeben. Soll seine Stellung zur Welt verraten. Zeigen, wie er gebunden oder geborgen ist in der Umgebung der ihm vertrauten Dinge (…)."
(Rudolf Wacker, Tagebucheintrag, 15. 2. 1926)