Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

07. Juli 2021, 16:00 Uhr

1262

Markus Pernhart

(Untermieger in Kärnten 1824 - 1871 Klagenfurt)

„Hallstätter See“
um 1851
Öl auf Leinwand
39,5 x 50 cm
Rückseitig auf Etikett bezeichnet: In Hallstatt

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Vgl. Arnulf Rohsmann, Markus Pernhart. Die Aneignung von Landschaft und Geschichte, Klagenfurt 1992, S. 13

Gutachten von Univ.-Doz. Dr. Arnulf Rohsmann, Klagenfurt, 25.7.2014, liegt bei.

€ 25.000

Das Salzkammergut wurde bereits Anfang des 19. Jahrhunderts von zahlreichen Künstlern entdeckt. So lieferte die pittoreske Gebirgswelt mit ihren romantischen Seen, Wäldern und Almen, beliebte Motive für Landschaftsmaler. Die Gemälde, die dort entstanden, waren bei Adel und Bürgertum sehr gefragt, war doch diese Region bereits ab Ende der 1820er Jahre eine beliebte Destination für die Sommerfrische. Auch Kaiser Franz Joseph besuchte die Gegend regelmäßig und residierte ab 1854 fast jedes Jahr ein paar Wochen in seinem Sommerschloss in Bad Ischl.

Markus Pernhart war nachweislich 1851 im Salzkammergut. In seinen Skizzenbüchern sind aus diesem Jahr u.a. Ansichten von Aussee, Gmunden, Ischl, und Hallstatt, zu finden. Eine Bleistiftzeichnung vom Hallstätter See bietet sich als Vergleichsbeispiel für unser Gemälde an. (Vgl. Rohsmann, 1992, S. 13) So wählte der Künstler, sowohl in der Skizze, wie auch im Ölgemälde, einen relativ engen Bildausschnitt. Die Häuser im rechten Vorder- und Mittelgrund befinden sich ganz nahe am Ufer, dem sich ein Fischer, in einer für das Salzkammergut typischen Plätte, nähert. Den Hintergrund bilden Berggipfel, über denen sich Gewitterwolken türmen, die beinahe den gesamten Himmel bedecken. Das Wasser des Sees wird vom Wind aufgewühlt, sodass sich die Wellen in weißen Schaumkronen am felsigen Ufer brechen. (MS)