Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

18. Oktober 2017, 17:00 Uhr

0628

Friedrich von Amerling

(Wien 1803 - 1887 Wien)

„Friederike Amerling als Kind“
1865
Öl auf Leinwand
43 x 35 cm
Rückseitig datiert: 1865

Provenienz

laut Probszt aus dem Nachlass des Künstlers;
Auktionshaus Albert Kende, Wien, 20. Juni 1934, Nr. 130 (SW-Abb.);
Privatbesitz, Österreich

Literatur

Günther Probszt, Friedrich von Amerling. Der Altmeister der Wiener Porträtmalerei, Wien 1927, S. 150, WV-Nr. 1037

Wir danken Frau Dr. Sabine Grabner (Belvedere, Wien), für die wissenschaftliche Unterstützung. Das Gemälde wird von ihr in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen.

€ 30.000

Friedrich von Amerling war einer der erfolgreichsten und begehrtesten Porträtisten seiner Zeit. Unter dem Einfluss der englischen Porträtmalerei schuf er Werke von äußerster Virtuosität und hob das Individuelle jeder dargestellten Person gekonnt hervor. Vor allem mit Hilfe des Lichtes modellierte er effektvoll und mit unverkennbarer Handschrift. Seine Werke wurden sowohl am Hof, bei Aristokraten und dem Großbürgertum geschätzt.
Amerling porträtierte immer wieder Persönlichkeiten aus seiner Familie und engstem Freundeskreis. Bereits in den 1830er Jahren entstand eine Serie von Bildnissen befreundeter Künstlerkollegen, die sich durch unprätentiöse Spontaneität auszeichnen. Hier verzichtete Amerling auf Effekte, malte schnell, mit offenem Pinselstrich und charakterisierte die Dargestellten treffsicher.

Auch vorliegendes Werk fällt in die Kategorie der sehr persönlichen Bildnisse des Künstlers. Dargestellt ist seine Tochter Friederike als Kind. Das Mädchen entstammte der Ehe Amerlings mit seiner dritten Frau Emilie Heinrich (1837-1880). Aus den Tagebuchaufzeichnungen des Künstlers geht hervor, dass Friederike am 13. September 1859 als zweites Kind des Paares geboren wurde. (MS)