Auktionshaus

Auktion: Klassische Moderne

12. Mai 2015, 17:00 Uhr

0043

Greta Freist*

(Weikersdorf/NÖ 1904 - 1993 Paris)

„o. T.“
1991
Öl auf Leinwand
51 × 65 cm
Signiert und datiert links unten: 91 G. Freist

Provenienz

aus dem Nachlass der Künstlerin, Tiroler Privatbesitz

€ 5.000

Greta Freist, am 21. Juli 1904 in Weikersdorf in Österreich geboren, studierte ab 1924 in der Klasse von Rudolf Jettmar an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Im Jahr 1936 ging sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten und Künstlerkollegen Gottfried Goebels nach Paris, um sich von der akademischen Doktrin der österreichischen Kunst zu distanzieren und als Mitglied der École de Paris einer kosmopolitischen Bewegung anzugehören. Die Auseinandersetzung mit Max Ernst und Salvador Dali - 1938 war die große Pariser Surrealistenausstellung - wurde prägend für ihr Werk. Vorstellungskraft und Traum avancierten zu wesentlichen Aspekten ihrer Kunst. Die bedeutende Rolle, die der Einbildungskraft in ihrem Œuvre zukommt, wurde von der Malerin selbst 1970 im Text "Zu meiner Imaginerie" betont: "Ich beginne ein Bild ohne Thema. Ich beginne es, mich eines Gefühles bedienend, unter dessen Einfluss ich gerade stehe. Ich werfe etwas auf die Fläche, sagen wir: automatische Linien. Entstehende Assoziationen kommen, mich zu bedrängen. Eine Art Selbsthypnose entwickelt die Phantasie." (zitiert nach: Sabine Forsthuber, Leonhard Plakolm, Greta Freist. Katalog zur Ausstellung im Niederösterreichischen Landesmuseum, Wien 1991, o. S.) (CMG)