Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

13. Mai 2014, 17:00 Uhr

0110

Rudolf Hausner*

(1914, Wien - 1995, Wien)

„Fünfzehn Bälle“
1963-1964
Tempera und Harzölfarben auf 2 Spannplatten mit original Leinwand-Passepartout Originalrahmen (Technik laut Werkverzeichnis: Tempera und Harzölfarben auf Leinwand, montiert auf Novopanplatte)
45 × 44 cm
Signiert und datiert rechts unten: R. Hausner 1964
Signiert und datiert unten mittig: R. Hausner 63

Provenienz

Privatbesitz, Los Angeles; Rückseitiger Klebezettel MILCH Galerie Los Angeles; Galerie in der Prannerstraße, München; Privatbesitz, Italien

Literatur

Hans Holländer, Rudolf Hausner Werkmonographie, Edition Volker Huber (Hg.), Offenbach am Main 1985, WV-Nr. 50, Abb. S. 260.
Walter Schurian, Hausner. Neue Bilder 1982-1994, Edition Volker Huber (Hg.), Offenbach am Main 1994, Nr. 50, Abb. S. 264

€ 35.000

Die Gemälde Hausners äußern sich vor allem in der Präzision des Künstlers und der Schilderung von mannigfachen Details. Hausner komponierte seine Bilder in langwierigen, technisch komplizierten und aufwändigen Prozeduren, die seinen unverwechselbaren Stil als Resultat haben. Mit ihrer glatten, emailartigen Oberfläche erscheinen seine Arbeiten klar und kühl, immer mit einem surrealen oder gar mystischen Beigeschmack, der den Betrachter in die Welt des Rudolf Hausner führt. Der Dialog zwischen Real und Phantasie geht mit der besonderen Leuchtkraft seiner Kompositionen einher. Dieses Leuchten, welches durch das vielfache Übereinanderlegen von transparenten Farbschichten erzielt wird, ist auch im hier dargestellten Werk „Fünfzehn Bälle“ aus 1964 deutlich erkennbar. Nicht minder interessant ist das Spiel mit der Perspektive, das Hausner in diesem Bild durch das Übereinanderlegen geometrischer Figuren und fließenden Farbverläufen beispielhaft beherrscht. (CP)