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Auction: 19th Century Paintings

09. April 2019, 4:30 pm

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Object

0234

„Old invalid with children “
1827
oil on panel
31,5 x 26 cm
signed and dated on the lower right: Waldmüller 1827
on the reverse: the austrian imperial house's wax seal

Provenance

collection Franz Joseph I., emperor of Austria;
1918 became property of the Austrian Republic, Schloßhauptmannschaft Schönbrunn;
1924-1926 as loan from the Österreichischen Galerie, Vienna;
1926 sold by the Österreichischen Galerie, according to ministerial-instruction;
since 1926 collection KR Josef Siller, Vienna;
before 1934 collection Rudolf Steiner, Vienna;
late 1938 confiscated by Gestapo in Vienna;
January 1938 gallery Maria Almas-Dietrich, Munich;
before June 1939 reserved for the Führermuseum, Linz (Linz-no. 577);
1945 sent to the Munich Central Collecting Point by the Allied Forces (registered 18.10.1945, Mü-no. 10561);
10th of June 1949, work was given to the BRD;
5th of December 1958, sent to the Austrian Consulate General in Munich and return to Vienna;
31st of March 1959, restitution of the painting by the Federal Monuments Authority Austria, Vienna to Rudolf Steiner;
Sotheby's, Munich, 21.6.1994, lot 54;
private collection, South Germany;
private property, Austria

Exhibition

1828 Vienna, academic exhibition in the Österreichischen Galerie, no. 166
1970 Innsbruck, Tyrolean State Museum, no. 85, ill. 83

Literature

Bruno Grimschitz, Ferdinand Georg Waldmüller, Salzburg 1957, p. 294, no. 211 (b/w-ill.), mistaken as "1945 verbrannt (burned)";
Österreichische Malerei des 19. Jahrhunderts aus privatem Besitz, Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck, exhibition June till August 1970, no. 85, ill. 83;
Maria Buchsbaum, Ferdinand Georg Waldmüller (1793-1865), Salzburg 1976, p. 45, ill. 40
Rupert Feuchtmüller, Ferdinand Georg Waldmüller 1793-1865, Vienna-Munich 1996, p. 440, cat.-no. 230 (b/w-ill.)

€ 110.000

"Ein invalider Veteran aus den Napoleonischen Kriegen hat mit seinen Enkelkindern offenbar einen Ausflug in die Weinberge südlich von Wien unternommen. Er sitzt vor einem Preßhaus, auf dessen Dach man das Gnadenbild von Mariahilf sieht. Der ordensgeschmückte ehemalige Krieger hält das jüngste Kind auf dem Schoß. Der Krückstock ist abgestellt, er reicht dem Kleinen gerade einen Apfel. Die Wiener Zeitung, Tabaksbeutel und Pfeife sind beiseite gelegt. Das Mädchen am Tisch hält eine Traube, während der Knabe sich versonnen mit dem Schwert des ehemaligen Soldaten zu schaffen macht." (Feuchtmüller 1996, S. 50)

Ferdinand Georg Waldmüllers Gemälde sind immer Bild gewordene Erzählungen. Die lebhafte und rhythmisch angeordnete Widergabe von Mimik und Gesten stimulieren die Fantasie des Betrachters. Es war noch nicht zu lange her, als er, verheiratet mit der Hofopernsängerin Katharina Weidner, mit Theaterkulissen neben Porträts sein Geld verdient hatte. Beide Erfahrungen verbinden sich in diesem Bild, das wie eine Art „Filmstill“ einen Moment einer Theaterszene festhält. Der Hintergrund mit Gebäude und Landschaft erinnert ebenso mehr an eine rahmende Kulisse als an einen realen Ort, wie im Theater verbinden sich Wirklichkeit und Idee in diesem besonderen Genrebild. (MHH)