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Jan Davidsz. de Heem

(1606, Utrecht - 1683/84 , Antwerpen) » Zur Biografie

Jan Davidsz. de Heem

Jan Davidsz. De Heem und sein Sohn Cornelis werden in der Literatur zum ersten Mal von Cornelis de Bie erwähnt, der in dem Buch „Het Gulden Cabinet van de Edel Vry Schilderconst“ (Das goldene Kabinett der edlen und freien Malkunst) von 1661 ein Loblied auf viele zu diesem Zeitpunkt noch lebende Maler singt. Seine besondere Verehrung gilt Jan Davidsz de Heem, dem er vier Seiten widmet – einen Raum, den er nur wenigen anderen Maler zugesteht. „De Heems Malerei lässt die Natur verstummen, da seine mit dem Pinsel geschaffenen Früchte das Leben schier übertreffen“, meint er und dichtet:

Om dat hun edel Const soo op het leven treckt
Die menich mensch tot lust en oock tot smaeck verweckt.

Weil ihre edle Kunst so auf das Leben zielt
Wird in manchem Menschen Lust und auch Geschmack erweckt.

(aus: Sam Segal, Jan Davidsz de Heem und sein Kreis. Herzog-Anton-Ulrich-Museum, Braunschweig 1991)

Aus Wikipedia:
Jan Davidszoon de Heem kurz, Jan Davidsz. de Heem war unter anderem ein Schüler von dem Stilllebenmaler Balthasar van der Ast und von Daniel Seghers. Von 1625 bis 1629 war er in Leiden tätig. 1635 ließ er sich in die Antwerpener Malergilde einschreiben und wurde im darauf folgenden Jahr Bürger der Stadt. Um 1667 ging er wieder nach Utrecht, von wo aus er, 1672 beim Einfall der Franzosen wiederum nach Antwerpen flüchtete. Seine Söhne Cornelis de Heem(1631-1695) und Jan Jansz. de Heem (1650-1695) waren Schüler ihres Vaters und teils in Den Haag, teils in Antwerpen tätig. Zu Jan Davidsz de Heems Schülern gehörten weiter auch Jacob Marrel, Abraham Mignon und Maria van Oosterwijk.

De Heem war der größte Blumen- und Früchtemaler der holländischen Schule. Er verband mikroskopische Feinheit der Ausführung mit höchstem Glanz der coloristischen Darstellung und feinstem Geschmack im Arrangement. Er malte Vasen mit Blumensträußen, oft mit Insekten und Schmetterlingen bevölkert, Blumenkränze um Nischen, Fenster und Madonnenbilder, die in Steinfarben imitiert sind, Fruchtgehänge, Stillleben mit gefüllten Weingläsern, Trauben und anderen Früchten, Esswaren usw.Utrecht 1606-1683/84 Antwerpen