Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

13. November 2012

0151

Eduard von Grützner

(Großkarlowitz 1846 - 1925 München)

„Mönch beim Gänserupfen“
1897
Öl auf Leinwand
47 × 38,5 cm

€ 12.000

Eduard von Grützner
(Großkarlowitz 1846-1925 München)

Mönch beim Gänserupfen
Öl auf Leinwand; 47 x 38,5 cm
Signiert und datiert am rechten Rand unten: Ed. Grützner / (18)97
Literatur: Fritz von Ostini, Künstler-Monographien. Grützner, 1902, S. 74 (Abb.); László Balogh, Eduard von Grützner , 1846-1925. Ein Münchner Genremaler der Gründerzeit. München 1991, S. 207, WV-Nr. 398 (Abb.).

NORMALBESTEUERUNG

Das künstlerische Talent des jungen Eduard Grützner wurde zunächst vom Dorfpfarrer erkannt und gefördert. Durch die Unterstützung des Pfarrers konnte er das Gymnasium in Neisse besuchen sowie die Privatschule von Hermann Dyck in München, wo er seine erste zeichnerische Ausbildung erhielt. Ab 1865 studierte Grützner schließlich in der Malklasse von Anschütz an der Münchener Akademie. Gleichzeitig holte er sich Rat und Anregung bei Piloty, und im Jahr 1867 wurde er in dessen Klasse aufgenommen. Bereits in seiner Studienzeit beschäftigte sich Grützner mit dem Thema des Klosterlebens, auf welches er sich in der nachfolgenden Zeit spezialisierte und damit große Erfolge feierte. Die Szenen spielen meist in Weinkellern, Bierstuben oder Küchen und zeugen von einer anekdotisch-humoristischen Grundstimmung.
1886 wurde Grützner als Professor an die Münchener Akademie berufen. Neben den Mönchsbildern malte er in der Folge einen Falstaff-Zyklus sowie Szenen aus dem Theater- und Jägerleben. Grützner betätigte sich auch als Zeichner von Illustrationen und Karikaturen, viele seiner beliebten „Trinkgemälde“ wurden in Zeitschriften reproduziert und dadurch weithin bekannt. Zahlreiche Auszeichnungen zeugen von seinem Erfolg: 1880 erhält Grützner den Verdienstorden des Heiligen Michael und 1916 wurde Grützner durch König Ludwig III. von Bayern geadelt. (MS)