Auktionshaus

Auktion: Alte Meister

15. Dezember 2020, 15:00 Uhr

0085

Abraham Danielsz. Hondius

(Rotterdam um 1631 - 1691 London)

„Jagdgesellschaft“
1653
Öl auf Holz
90 x 83,5 cm
Signiert und datiert mittig links: A.De.Hont 1653

Provenienz

deutsche Sammlung

Das Gemälde ist in der Datenbank des Rijksbureau voor kunsthistorische Documentatie, Den Haag (RKD), unter Abbildungsnummer 0000272949 registriert.

Schätzpreis: € 20.000 - 40.000
Auktion ist beendet.

Abraham Hondius ging zunächst bei Pieter de Bloot und Cornelis Saftleven in die Lehre. Nach einem kurzen Aufenthalt in Amsterdam, wohl um 1666, führte ihn sein Weg wieder in seine Geburtsstadt Rotterdam. Zu dieser Zeit trat er als Maler in nennenswerte Erscheinung. Im Jahre 1671 ließ sich Hondius in London nieder, wo er Zeit seines Lebens verblieb.
In Anlehnung an den privilegierten Volkssport der Noblesse schuf Hondius zahlreiche Jagdgesellschaften und Tierstücke. Tierdarstellungen und Jagdszenen galten als Zeichen höfischer Repräsentation und dienten meist als Ausstattungen in Jagdschlössern und Landvillen. Dargestellt ist die Rast bzw. der Ausklang nach der Jagd, zu dem sich die höfische Gesellschaft wieder zusammengefunden hat. Mit Hingabe und Sorgfalt verbildlicht Hondius sowohl das qualitätvolle Ross, die Hundeschar als auch die reiche Jagdbeute im Vordergrund. Die gedämpftere Farbpalette dahinter rückt zudem die Tiere noch stärker in den Mittelpunkt der vorliegenden Jagdszene. Die Darstellung des teils keifenden, beinah noch im Jagdrausch befindlichen Hundes in der rechten unteren Ecke ist für Hondius typisch. Die Feinmalerei der Tierdarstellungen ist beeinflusst von den Arbeiten eines Paul de Vos, Ludolf de Jongh, Jan Fyt oder dessen Lehrmeisters Frans Snyders sowie Juriaen Jacobsz.