Auktionshaus

Auktion: Alte Meister

24. April 2018, 15:00 Uhr

0611

„Lot und seine Töchter“
Öl auf Holz
91 x 81 cm
Signiert links unten: [L]AZARUS / VANDER / BVCHT / NEDERLENDER

Provenienz

Versteigerung Sotheby's, New York, 28. Mai 1999, Lot 65;
Versteigerung Dorotheum, Wien, 14. Oktober 2008, Lot 22;
europäische Privatsammlung

Das Gemälde ist in der Datenbank des Rijksbureau voor kunsthistorische Documentatie, Den Haag (RKD), unter Abbildungsnummer 59914 registriert.

Schätzpreis: € 25.000 - 50.000
Ergebnis: € 15.000
Auktion ist beendet.

Über das Leben und Schaffen des flämischen Malers Lazarus van der Borcht ist heute nur sehr wenig bekannt: Um 1575 geboren, ist seine Tätigkeit als Künstler zumindest für einen Zeitraum von 1601 bis 1611 in Antwerpen nachweisbar. Die bisher bekannten Werke umfassen Landschaftsdarstellungen sowie mythologische und christlich-religiöse Bildthemen (vgl. den Eintrag zu van der Borcht in der Datenbank des Rijksbureau voor kunsthistorische Documentatie, Den Haag (RKD), unter Nummer 10698).

In vorliegender Darstellung steht der nackte, nur von feinen, teils durchsichtigen Stoffen umspielte Körper mit seinem feinen Inkarnat im Zentrum. Der religiöse Kontext der alttestamentarischen Schilderung von „Lot und seinen Töchtern“ (Genesis 19: 23-38) rückt völlig in den Hintergrund.
Das Sujet erfreute sich im 16. und 17. Jahrhundert als Galeriebild besonders großer Beliebtheit, da es dem Künstler ermöglichte, einen leicht bekleideten bis nackten Frauenkörper bzw. erotischen Bildinhalt aufzugreifen und ganz offen malerisch festzuhalten.