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Auktion: Zeitgenössische Kunst

06. Dezember 2017, 18:00 Uhr

Objektübersicht
Objekt

0618

Traudel Pichler*

(Mühlheim/Ruhr 1941 - 2002 Wien)

„Stillleben“
1982
Öl auf Leinwand; ungerahmt
100 × 110 cm

Provenienz

Privatbesitz, Wien

Literatur

Berhard Hainz (Hg.), Traudel Pichler, Mit der Farbe philosophieren, Monografie und Werkverzeichnis, Wien 2009, WVZ-Nr. 262.

€ 12.000

Traudel Pichler studiert von 1961 bis 1965 an der Akademie der bildenden Künste und schließt mit einem Diplom und dem Meisterschulpreis ab. In den späten 1960er Jahren etabliert sie sich durch zahlreiche Ausstellungen in der österreichischen Kunstszene, bevor sie im Jahr 1969 einen Lehrauftrag als Assistenzprofessorin an der Akademie annimmt.

Traudel Pichlers Œuvre unterscheidet sich stark von dem ihrer österreichischen, zeitgenössischen Künstlerkollegen Attersee, Kogelnik und den Wiener Aktionisten. Ihr ging es „stets um die Malkultur und nicht um Provokation und um das Neue. „Einfach gute Malerei“ also.“ (Steininger Florian, Traudel Pichler, Malen ohne Grenzen, Ausstellungskatalog Galerie bei der Albertina Zetter, Wien 2011, S. 5) Sie findet ihre Inspiration in der Klassischen Moderne, u.a. in den abstrahierten Landschaften von Cézanne. In den 1970er Jahren entwickelt Pichler in ihren Werken, eine neue, freiere Art des Farbauftrags und des Malvorgangs. „(…) das prozessuale Moment, die Leuchtkraft der Farbe, die Sedimentation der dicken Ölpaste tritt in den Vordergrund. Das Bild mutiert zum Farbkörper, anstelle als Fenster in eine rekonstruierte oder abstrahierte Welt zu fungieren.“ (Steininger Florian, Traudel Pichler, Malen ohne Grenzen, S. 7). Dennoch bleibt sie den traditionellen Genres und Motiven treu und widmet sich in ihren Werken – wie auch in dieser Arbeit aus 1982 – den Darstellungen von Stillleben, Figuren und Landschaften. (TP)