Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

08. Juni 2016, 18:00 Uhr

0909

Hans Bischoffshausen*

(Feld am See/Kärnten 1927 - 1987 Villach)

„Das schöne Haus“
1955
Öl und Kitt auf Leinwand auf Hartfaserplatte; gerahmt
81 × 108 cm (Ausschnitt)
Signiert und datiert rechts unten: Bischoffshausen 1955
Rückseitig bezeichnet: Bischoffshausen 1955, Öl + Kitt, "Das Schöne Haus"
Rückseitige Künstleretikette

Provenienz

Privatbesitz, Österreich

Literatur

Arnulf Rohsmann, Bischoffshausen. Struktur - Monochromie - Reduktion, Klagenfurt 1991, Abb. S. 22 (Anmerkung: Foto steht am Kopf)

€ 55.000

Freundliche, helle Farben von Gelb, Blau bis zu zartem Grün gepaart mit der spielerischen Leichtigkeit der geometrischen Formen charakterisieren „Das Schöne Haus“, ein Werk aus einer frühen Schaffensperiode des gebürtigen Kärntners. Die Farbfelder wirken klar voneinander abgegrenzt ohne es tatsächlich zu sein und durch die dunklen Einschlüsse und beinahe unsichtbare Linien und Unterteilungen entstehen Dreidimensionalität und Raum. Ein schlampig gezogener heller Rand lässt die ausfließenden Felder zu einem kompakten Ganzen werden. Die Anklänge von analytischem und synthetischem Kubismus sind unschwer zu erkennen. Man meint ein einladendes Haus mit freundlich hellen Wänden, Fenstern und Türen zu erkennen.
Hans Bischoffshausen hat als Autodidakt mit den Techniken und Stilmitteln der klassischen Moderne seine Malkarriere begonnen und sich stets mit Strukturforschungen auseinandergesetzt. Seine reduzierte Formensprache wirkt oft puristisch und konzeptuell. Er lies sich aber vor allem in den Anfängen seines Schaffens auch von der impressionistischen Malweise des Paul Klee oder der des italienischen Avantgarde Künstlers Lucio Fontana inspirieren. Mit letzterem verband ihn seit den späten 50er-Jahren des letzten Jahrhunderts eine enge Freundschaft. Einer der künstlerischen Wegbegleiter Hans Bischoffshausens war auch der bildende Künstler und ZERO Vertreter Bernard Aubertin. (Clarissa Mayer-Heinisch).