Auktionshaus

Auktion: Klassische Moderne

12. Mai 2015, 17:00 Uhr

0011

Gustav Klimt

(Wien 1862 - 1918 Wien)

„Mädchenkopf im Profil“
um 1880
Öl auf Leinwand
42 × 33 cm

Provenienz

Auktion C. W. Wawra, Wien, 8. Nov. 1920, Nr. 71; österreichischer Privatbesitz

Literatur

Fritz Nowotny, Johannes Dobai, Gustav Klimt, Salzburg 1967, Kat.-Nr. 25, Abb. S. 284 (datiert um 1884); Christian Michael Nebehay, Gustav Klimt. Dokumentation, Wien 1969, S. 60; Alfred Weidinger, Michaela Seiser, Eva Winkler, Gustav Klimt. Kommentiertes Gesamtverzeichnis des malerischen Werkes, München 2007, WV-Nr. 4, Abb. S. 232; Tobias G. Natter, Gustav Klimt. Sämtliche Gemälde, Köln 2012, WV-Nr. 4, Abb. S. 523

€ 48.000

Zu Beginn von Gustav Klimts künstlerischer Laufbahn entstanden zahlreiche naturalistische Porträts, die er entweder nach dem lebenden Modell oder aber auch mit Hilfe einer fotografischen Vorlage schuf. Seine Schwester Hermine Klimt erwähnt in ihren Aufzeichnungen, dass Gustav "in den freien Stunden zu Hause nach Photografien Bildnisse gemalt" habe. "Er verrichtete diese Arbeit zur vollsten Zufriedenheit der Besteller. Sie wurde mit 5 Gulden pro Stück honoriert." Und weiters erinnert sich Hermine: "Die Freundin meiner Schwester war der erste Versuch in dieser Richtung. (…) So hat er unzählige Fotografien zeichnerisch vergrößert um zu verdienen und dem Vater den Unterhalt für die Familie zu erleichtern." (zitiert nach Nebehay 1969). Auch für den vorliegenden Mädchenkopf griff Klimt möglicherweise auf das Hilfsmittel der Fotografie zurück. (Vgl. dazu Weidinger 2007, S. 232 sowie Natter 2012, S. 522f.) (CMG)