Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

26. November 2013, 19:00 Uhr

0738

Franz Grabmayr*

(Pfaffenberg b. Obervellach/Kärnten 1927 - 2015 Wien)

„Kirche in Dürnhof“
1975
Öl auf Leinwand
130 × 100 cm
Signiert und datiert rückseitig: Grabmayr 1975

Provenienz

Privatbesitz, Österreich

€ 28.000

Franz Grabmayr arbeitet hauptsächlich mit der Spachtel, manchmal auch mit breiten Pinseln, was seine Arbeit eindeutig charakterisiert. Mit der Leinwand geht er in die Natur, um dort farbige und wilde Kraftfelder zu produzieren. Die Farben dazu mischt er selber: Pigmente, Leinöl und Eier ergeben einen Brei. Seine Farben müssen fest sein, um die gewünschte Struktur und Leuchtkraft zu erzeugen.
Starke Naturerlebnisse der Bergwelt Hohe Tauern und die Kargheit der glücklichen Kindheit nennt Grabmayr immer wieder als seinen Maßstab der Freude, Kraft, Kreativität und des Wohlbefindens. Der gebürtige Kärntner, Schüler von Robin Andersen, Gustav Hessing und Herbert Boeckl, malt überwiegend pastos. Seine starken Farben wirken differenziert und doch harmonisch und fügen sich zu einem klaren Konzept. Bis in die späten 60erJahre hat sich Franz Grabmayr mit seinem Lebensthema „Landschaft“ auseinandergesetzt. Danach entdeckt er den „Tanz“, wobei ihn die Dynamik und Energie des bewegten Körpers faszinieren. Mitte der 70er Jahre entstehen die „Gelben Bilder“: Kornmandln, Strohpinkerln oder Felder gegen den Himmel.
Aus dieser Zeit stammt das vorliegende Werk aus Privatbesitz. In späteren Jahren werden noch die Urnatur, Feuerbilder, verkohlte Wurzelstöcke oder Asche und Sand Grabmayrs Werk prägen. 1927 geboren, ist der Künstler bis heute aktiv und in etlichen Ausstellungen präsent. Im Millstätter Stiftsaal und der Galerie Maier im Palais Trapp in Innsbruck war er heuer zu sehen. Die Liste seiner Sammler reicht von der Albertina bis zu Zürich Kosmos, von der Gemeinde Wien bis zum Kärntner Landesmuseum. (Clarissa Mayer-Heinisch)