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Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

13. November 2012

Objektübersicht
Objekt

0101

Carl Schindler

(Wien 1821 - 1842 Laab im Walde)

„Der Abmarsch“
1839
Aquarell auf Papier
19,2 × 26,3 cm

€ 24.000

Carl Schindler
(Wien 1821-1842 Laab im Walde)

Der Abmarsch - Dragoner verabschieden sich von ihren bäuerlichen Quartiergebern
Aquarell auf Papier; 19,2 x 26,3 cm
Signiert und datiert rechts unten: C. Schindler 1839
Literatur: Franz Martin Haberditzl/Heinrich Schwarz, Carl Schindler. Sein Leben und sein Werk, Wien 1930, WV-Nr. 32, S. 30, Abb. Taf. 32

Carl Schindler, Schüler und Freund von Peter Fendi, wurde aufgrund seiner bevorzugten Darstellung von Soldaten auch "Soldaten-Schindler" genannt. Das künstlerische Talent wurde ihm gleichsam in die Wiege gelegt, da schon sein Vater Maler und Mitglied der Wiener Akademie der vereinigten bildenden Künste war. Nach dem frühen Tod des Vater trat Carl Schindler ebenfalls der Akademie bei und stellte ab 1839 jährlich bei deren Ausstellungen einige seiner Gemälde aus.
Wann Schindler mit Peter Fendi erstmalig in Kontakt kam, ist nicht bekannt. Es ist durchaus möglich, dass schon sein Vater die beiden miteinander bekannt gemacht hat. Doch Schindler war noch mit einer weiteren Künstlerpersönlichkeit um die Jahrhundertmitte befreundet - mit dem ein paar Jahre älteren Friedrich Treml, der gemeinsam mit ihm Unterricht bei Leopold Kupelwieser nahm.

Schindlers Motivquellen waren einigermaßen eingeschränkt - seine Anregungen holte er sich hauptsächlich aus der Umgebung Wiens und der Wachau. Vielleicht war seine durch Lungenschwindsucht angeschlagene Gesundheit schuld daran, dass er kaum in der Gegend herumkam und keine größeren Reisen unternahm. Dennoch hielt ihn die Krankheit nicht davon ab, ein reichhaltiges Oeuvre innerhalb kürzester Zeit entstehen zu lassen. Mit nur 21 Jahren verstarb Carl Schindler schließlich während eines Kuraufenthaltes in Laab im Walde. (MS)