Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

13. November 2012

0105

Johann Nepomuk Geller*

(Wien 1860 - 1954 Weißenkirchen a. d. Donau)

„Firmtag am Stephansplatz“
um 1900
ÖL auf Leinwand
136 × 105 cm

€ 25.000 - 50.000

Johann Nepomuk Geller*
(Wien 1860 - 1954 Weißenkirchen a. d. Donau)
Firmtag am Stephansplatz in Wien
Öl auf Leinwand; 136 x 105 cm
Signiert links unten: Joh. Nep. Geller

Am 21. März 1860 wurde Johann Nepomuk Geller in Wien geboren. Schon in jungen Jahren hatte er den Wunsch Maler zu werden. Ein verständiger Zeichenlehrer an der Realschule ermunterte den talentierten Schüler an die Akademie der bildenden Künste in Wien zu gehen. Rahl und Griepenkerl waren dort die richtungsweisenden Lehrer, wobei der junge Geller schon seinen eigenen Stil verfolgte. Vorerst verdiente er sich als Chromolythograph, nützte aber jede Gelegenheit, um in die Wachau zwecks Naturstudien zu reisen. Diese landschaftliche Schönheit wurde in den 1880er und 1890er Jahren auch von den sogenannten Pleinair Malergrößen wie Emil J. Schindler, Robert Russ, Tina Blau und Lichtenfels entdeckt. Alljährlich kam es zum Treffen der Künstler in Weißenkirchen oder Dürnstein, wo Geller u.a. Robert Russ, Leopold Carl Müller, Pettenkofen oder Franz Rumpler zu seinen Freunden zählte. Geller war eher scheu und zurückhaltend und seine Motive waren immer von einer gewissen Distanz aus gemalt. Neben den zahlreichen Markszenen, für die Geller berühmt war, und in denen er mit Vorliebe das rege Treiben der Händler und ihrer Kunden festhielt, zählten auch die Plätze in Wien, allen voran der Stephansplatz zu seinen bevorzugten Motiven. In unserem Gemälde zeigt er die Firmlinge und ihre Paten, dicht gedrängt vor der imposanten Kulisse des Stephansdoms und gibt somit dem Betrachter einen wunderbaren Einblick in das Leben in Wien um die Jahrhundertwende. (MS)