Auktionshaus

Auktion: Jugendstil & Design

13. November 2012

0635

„Vase“
1901
H. 13,2 cm, Dm. 13,2 cm

Schätzpreis: € 9.000 - 18.000
Ergebnis: € 9.000
Auktion ist beendet.

Vase
Johann Lötz Witwe, Klostermühle, 1901
dünn opalblauer Unterfang mit kräftiger farbloser Deckschicht. Wandung teilweise silbergelb umsponnen, die Fäden im Rippenmodel zu Tupfenreihen getrennt, darüber unregelmäßig verzogene Bänder in Silbergelb, farblos geädert. Im Zentrum der Wandung regelmäßig, ähnlich der antiken Dekorform des "laufenden Hundes", verzogenes Band in Braunorange. Modelgeblasen und geformt, reduziert und irisiert; Dekor: blau opal Phänomen Gre 1/25; signiert Loetz Austria, mattgeschnitten im ausgeschliffenen Abriß;
H. 13,2 cm, Dm. 13,2 cm

Provenienz: Deutsche Privatsammlung.

Literatur: Adlerová, Ploil, Ricke, Vlcek, Lötz - Böhmisches Glas 1880-1940, Werkmonographie, Band 1, München 1989, S. 142, Nr. 124.

Um 1900 machten sich neben dem Streben nach neuen Gestaltungsformen, wie sie für den Jugendstil charakteristisch sind, einmal mehr neoklassizistische Tendenzen in Mitteleuropa bemerkbar. In den Schöpfungen von Lötz kommt dies vielfach durch Gläser zum Ausdruck, die an griechische, römische oder etruskische Formen, Farben und Dekors erinnern. (EP)