Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

06. März 2012

0023

Herbert Brandl*

(Graz 1959)

„o. T.“
2000
Öl auf Leinwand
165 × 600 cm

€ 100.000 - 160.000

Herbert Brandl*
(Graz 1959 geb.)

o.T.
Öl auf Leinwand
165 x 600 cm
2000
Signiert rückseitig: Brandl
Provenienz: Galerie Elisabeth & Klaus Thoman Innsbruck/Wien; österreichischer Privatbesitz
Literatur: Herbert Brandl, Panorma, Kunstraum Innsbruck 2002, S. 19 (Abb.)
Ausgestellt: Herbert Brandl, Panorama, Kunstraum Innsbruck, Innsbruck 2002; Chromophobie, Herbert Brandl – Ein Überblick, Künstlerhaus und Neue Galerie am Landesmuseum Joanneum, Graz 2002

Herbert Brandl galt von Anfang an als einer der wichtigsten Vertreter einer neuen Generation von Malern, die unter dem Sammelbegriff "Neue Wilde" Furore machten. Sein Werk aber ausschließlich darauf zu beziehen und lediglich im Hinblick auf die theoretischen Aspekte der 1980er Jahre zu betrachten, wäre völlig verfehlt. Bei ihm geht es vielmehr um die Möglichkeiten der Malerei überhaupt, oder genauer gesagt: um die Möglichkeiten des Visuellen insgesamt. Sosehr er sich mit seinen Bildern auf eine Herkunft beruft – auf die Landschaft, also etwas Gegenständliches –, sosehr handelt es sich dabei um eine Malerei, die ihre Kraft gleichermaßen aus der Abstraktion bezieht. Norman Rosenthal hat Brandls Malerei treffend charakterisiert: „Die Farbe selbst wird zum Spiel der Gefühle des Künstlers, sie bekommt eigenes Leben und gibt auch uns Raum, in dem wir vielleicht eine Identität finden."

Ab Mitte der achtziger Jahre nahm Herbert Brandl an international bedeutenden Ausstellungen teil. Dazu gehören die Biennale de Paris, 1985, die Ausstellung im Musée d'Art de la Ville de Paris, 1990, die documenta IX, 1992 und Painting on the Move, Kunsthalle Basel, Museum für Gegenwartskunst, 2002. 2007 vertrat Herbert Brandl Österreich auf der Biennale von Venedig. 2009 fand eine Einzelausstellung in den Deichtorhallen in Hamburg statt. Seit 2004 ist Herbert Brandl Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. (OHR)