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Auktion: Künstler helfen Künstlern

04. November 2021, 17:00 Uhr

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Objekt

0001

Georg Baselitz

(Deutschbaselitz 1938)

„Mein Führer Winnetou“
2006/2009
Pigment Faksimile Edition auf Somerset FineArt Büttenpapier (255g/m²)
82,3 x 63,4 cm (Blattmaß); 76,5 x 57 cm (Darstellung); Ed. 11/175
Nummeriert links unten: 11/175
Signiert unten mittig im Druckstock: G. Baselitz

Diese Druckgrafik ist eine exklusive Edition der Sammlung Essl Privatstiftung.

Schätzpreis: € 500 - 0
Ergebnis: € 1.500
Auktion ist beendet.

ZUM WERK
Georg Baselitz ist als junger Künstler in der DDR schweren Repressalien ausgesetzt und übersiedelt 1957 in den Westen Deutschlands. Die dort vorherrschende abstrakt-gestische Malerei, vom Westen als Inbegriff von Freiheit und Individualität propagiert, ist ihm genauso suspekt wie die staatsgelenkte Kunst in der DDR. Der Künstler geht immer vom Gegenstand aus, die malerische und formale Umsetzung des Motivs ist für ihn jedoch das Wesentliche. 1969 dreht Baselitz in "Der Wald auf dem Kopf" zum ersten Mal das Motiv um 180 Grad, der malerische Akt wird so in den Vordergrund der Bildwahrnehmung gestellt. Diese Bilder bringen ihm Weltruhm ein. Seit den späten 90er Jahren verändert sich Baselitz’ Malerei, der weiße Bildraum gewinnt an Bedeutung und sein selbst gewähltes "Dogma" der Motivumkehrung wird von ihm variiert. In letzter Zeit nimmt der Künstler in der Bildserie "Remix" seine Motive aus den frühen 60er Jahren wieder auf und behandelt sie malerisch neu. Seit 20 Jahren ist der bedeutende deutsche Maler repräsentativ mit Werken aus allen Schaffensphasen in der Sammlung Essl Privatstiftung vertreten.

DIE DRUCKGRAFIK
Die Grafik „Mein Führer Winnetou“ hat Georg Baselitz dem Sammlerpaar Essl zum 35 jährigen Sammlungsjubiläum geschenkt und dem Druck in einer exklusiven limitierten Auflage der Edition Essl zugestimmt. Die neueren Werke dieses Künstlers, wie dieses hier, sind von einer großen Leichtigkeit und aquarellhaften Zartheit bestimmt. Die Cowboystiefel mit Sporen stehen an staksigen Beinen auf dem Kopf, nichts deutet auf eine heldenhafte Wildwestromantik hin. So scheint der Titel des Werkes eher ein ironisches Spiel mit den Erinnerungen an die Kindheit und ihre Idole zu treiben.