Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

05. Mai 2021, 16:00 Uhr

0581

Michaela Spiegel*

(Wien 1963)

„Succulents“
2020
Pastell auf Papier; gerahmt
142 x 100 cm

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

€ 6.500

Michaela Spiegel wurde 1963 in Wien geboren. Sie studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei Wolfgang Hutter sowie an der Ecole Nationale Supérieure des Beaux-Arts, Paris. Sie bezeichnet sich als neofeministische Künstlerin, wobei das Hinterfragen der gesellschaftlichen Stellung der Frau, ihre Psyche, ihre Libido und der Kampf um Gleichberechtigung die zentralen Themen ihrer Arbeiten sind. Auf kritische, oft sarkastische Weise beschäftigt sie sich mit Themen wie Angst, Aggression, Sexualität sowie menschlichen Kommunikationsformen. Sie hinterfragt historisch tradierte Geschlechterrollen, soziale Verhaltensmuster und gesellschaftliche Normen und möchte in ihren Arbeiten auf die Verallgemeinerungen weiblicher und männlicher Eigenschaften und den Einfluss von sexistischer Propaganda aufmerksam machen. Im Zentrum steht meistens die Frau, das Brechen mit tradierten Verhaltensmustern und Sehgewohnheiten. Bei der Wahl ihrer Werktitel kommt auch der ausgeprägte Sinn der Künstlerin für Wortwitz und Sarkasmus zum Tragen.
Ihre Arbeitsweise umfasst klassische Malerei, Fotografie, Skulptur sowie Objektkunst. Spiegels Werke sind in verschiedenen Sammlungen vertreten wie etwa in der Artothek Wien, im Museum Moderner Kunst Wien oder in den Landessammlungen Niederösterreich.

In einem Schloss in Frankreich gründete sie das "Laboratoire Neofeminisme", ein Artist-in-Residence-Programm für Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt.
1998 erhielt Michaela Spiegel den Georg-Eisler-Preis der Bank Austria, Wien sowie 1999 den Erwin Ringl-Preis. Sie lebt und arbeitet in Wien und Paris.
(Ina Waldstein)