Auktionshaus

Auktion: Jugendstil & Design

24. Juni 2020, 17:30 Uhr

0943

Eilfriede Berbalk

(Wien 1900 - 1987 Altau bei Krems)

„Kaffee- und Teeservice“
Wien, 1935
Silber, getrieben, leichter Hammerschlagdekor, innen vergoldet; Griffe und Knäufe aus Holz; 5-teiliges Service bestehend aus: 1 Teekanne, 1 Kaffeekanne, 1 Milchkännchen, 1 Oberskännchen, 1 Zuckerdose; alle Teile auf der Unterseite gemarkt: Marke der Künstlerin "EB", Silberfeingehalt "900", Wiedehopfpunze
H. 19,8 cm (Kaffeekanne); H. 15,5 cm (Teekanne); H. 11,3 cm (Milchkanne); H. 7,9 cm (Oberskanne); H. 9,3 cm (Zuckerdose)

Literatur

H. Siebenmorgen (Hg.), Frauensilber. Paula Straus, Emmy Roth & Co., Silberschmiedinnen der Bauhauszeit. Berlin 2011, S. 124-29

Schätzpreis: € 4.000 - 7.000
Auktion ist beendet.

Eilfriede Berbalk absolvierte von 1918-20 an der Kunstschule für Frauen und Mädchen in Wien bei Georg Klimt einen Metallkurs, den sie später sogar selbst leiten sollte. Klimt empfahl sie aufgrund ihres Talentes an die Wiener Werkstätte, wo sie die Ausbildung zur Gold- und Silberschmiedin mit der Gesellenprüfung abschloss. Auch später noch ist der Einfluss der WW deutlich in ihrer Formensprache erkennbar. Aufgrund fehlender wirtschaftlicher Möglichkeiten war Berbalk gezwungen, ihre Tätigkeit für die WW zu beenden. Nach bestandener Meisterprüfung eröffnete sie 1924 als Silberschmiedemeisterin ihren eigenen Betrieb. Besonders ihre kunstvolle Treib – und Ziselierarbeit, sowie die bauchigen, kugelförmig-ovoiden Formen der Wandungen, wie bei unserem Service, machen ihre Arbeit so besonders markant. Auch unter Zeitgenossen wurden ihre Arbeiten bereits als wohldurchdacht, solide gearbeitet und edel gestaltet bewertet. (Frauensilber, S. 124-29)