Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

23. Juni 2020, 17:00 Uhr

0268

Friedrich Gauermann

(Miesenbach 1807 - 1862 Wien)

„Kapuzinerkloster am Kapuzinerberg in Salzburg“
Öl auf Karton
49 x 38 cm

Provenienz

wohl Nachlass-Auktion Friedrich Gauermann, Wien, 2.3.1863, Nr. 888 ("Kapuzinerkloster in Salzburg, mit Fichten");
in den späten 1970er Jahren im Kunstsalon Peter Kovacek, Wien, erstanden;
seither Privatsammlung, Österreich

Literatur

Vgl. Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann. 1807-1862. Der Tier- und Landschaftsmaler des österreichischen Biedermeier, Wien 1962, S. 215

Schätzpreis: € 15.000 - 25.000
Ergebnis: € 12.000
Auktion ist beendet.

Friedrich Gauermann gehört jener Generation von Malern an, die sich als eine der ersten rein dem Naturstudium und dem Erfassen der Wirklichkeit im Bild am Beginn des 19. Jahrhunderts gewidmet haben. Er hatte dafür die besten Vorbedingungen: 1807 als Sohn des Malers Jakob Gauermann geboren, wächst er innerhalb der sanften bis wild-romantischen Gegend im niederösterreichischen Miesenbach am Fuße des Schneeberges auf und verbringt nur die Wintermonate in Wien. Sein Talent ist früh ausgereift, auch an der Akademie in Wien entlässt man ihn mit Auszeichnung nach nur vier Jahren, seine Bilder finden bald Eingang in die besten Sammlerkreise. Es ist nicht nur seine virtuose Malerei, die zwischen Spontaneität und penibler Genauigkeit agiert, es sind vor allem die Themen, die das Interesse der Zeit treffen: romantische Landschaften, erfolgreiche Jagdszenen und Einblicke in das Leben der Menschen auf dem Land. Zahlreiche Skizzen nimmt er im Freien vor den Motiven auf und komponiert diese dann zu einer frei gestalteten Szene in Öl, bei der sich barocke Dramaturgie mit dem modernen Blick auf eine authentische Natur meisterlich verbindet. (MHH)