Auktionshaus

Auktion: Klassische Moderne

03. Dezember 2019, 18:00 Uhr

0426

Alfons Walde*

(Oberndorf 1891 - 1958 Kitzbühel)

„Kitzbühel im Winter“
1930
Öl auf Karton
43 x 58 cm
Signiert links unten: A. Walde
Originales Künstleretikett mit Titel, Datierung und Signatur rückseitig auf Karton: "Kitzbühel" / 1930 A. Walde
Originalrahmen

Provenienz

Privatbesitz Kitzbühel, direkt vom Künstler erworben;
Privatsammlung, Österreich

Literatur

Egger-Lienz/Walde/Berg. Über das Land, Ausstellungskatalog Museum Kitzbühel Sammlung Alfons Walde, Museum der Stadt Lienz, Schloss Bruck und Werner Berg Museum Bleiburg, München 2012, Abb. S. 55

Das Bild ist im Alfons Walde Werksarchiv unter der Nummer D-LA-507 registriert.

€ 180.000 - 360.000

Alfons Waldes Bilder sind untrennbar mit seiner Heimatregion Kitzbühel verbunden. Dort, in unmittelbarer Bezogenheit auf die charakteristische Landschaft und die besondere Milieuwelt der Stadt und ihre Umgebung, entstand ein einzigartiges Oeuvre, dessen künstlerische Bedeutung weit über das Lokale hinausgeht. Waldes künstlerischer Aufstieg ging einher mit der Entwicklung Kitzbühels zu einer prosperierenden Fremdenverkehrsregion. Bei finanzkräftigen Gästen aus dem In- und Ausland fanden seine Bilder viel Anklang, sodass Walde im Laufe der zwanziger und dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts beachtliche Verkaufserfolge feiern konnte.
Auch heute hat Waldes malerischer Blick auf Kitzbühel im Winter nichts von seiner Strahlkraft eingebüßt. Leicht aus der Vogelperspektive wird das in Schnee gebettete, pittoreske Stadtgefüge von Kitzbühel vor der imposanten Gebirgsformation im Hintergrund gezeigt. Unverwechselbar beherrscht Walde den Wechsel von Licht- und Schattenpassagen auf den Mauern und Dächern der Stadt mit ihren kleinteiligen Dachsilhouetten und markanten Kirchtürmen. Die nuancenreiche Behandlung des Schnees mit den dunkleren, in Blauschattierungen wiedergegebenen Schattenzonen, das kräftige Blau des Himmels und der pastose Farbauftrag verleihen dem Gemälde seine prägende koloristische Brillanz.
(Claudia Mörth-Gasser)