Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

09. April 2019, 16:30 Uhr

0271

Friedrich Gauermann

(Miesenbach 1807 - 1862 Wien)

„Des Landmanns Mittagsruhe“
1847
Öl auf Karton
34 x 42,5 cm

Provenienz

Privatsammlung, Österreich

Ausstellung

bis 1963 als Leihgabe im Niederösterreichischen Landesmuseum, Nr. 5436

Literatur

Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann. 1807-1862. Der Tier- und Landschaftsmaler des österreichischen Biedermeier, Wien 1962 , S. 190, E 200;
Rupert Feuchtmüller, Friedrich Gauermann. 1807-1862, Rosenheim1987, S. 296, Nr. 248 (SW-Abb.)

€ 35.000

Friedrich Gauermann wurde 1807 auf dem elterlichen Gut in Scheuchenstein geboren. Sein Vater, Jakob Gauermann, war Maler. Er stammte aus Württemberg und wurde durch eine Erbschaft ins südliche Niederösterreich verschlagen. Wie sein drei Jahre älterer, früh verstorbener Bruder Carl sollte auch Friedrich Maler werden – und wie bei diesem war der erste Lehrer der Vater.
1825 ging Gauermann nach Wien an die Akademie. Dass seine Ausbildung schon sehr weit fortgeschritten war, dafür spricht, dass er bereits 1827 sein Austrittsattest erhielt. Gemeinsam mit den Landschaftsmalern Josef Feid, Anton Hansch, Josef Höger und Johann Fischbach wurden Reisen durch Norditalien, Südtirol und ins Salzkammergut unternommen, wo Skizzen und Studien für spätere Ölgemälde angefertigt wurden. Friedrich Gauermann erkannte den eigenen Stellenwert sehr schnell, und er stellte sein Licht nicht unter den Scheffel. Die Landschaft, die ländliche Idylle, vor allem aber die Tierdarstellung, in der er eine wahre Meisterschaft erreichte, waren seine Themen. (MS)