Auktionshaus

Auktion: Alte Meister

12. April 2016, 15:00 Uhr

0093

Pietro Liberi

(Padua 1605 - 1687 Venedig)

„Venus, Amor und die drei Grazien“
1660/70er Jahre
Öl auf Leinwand
133,5 × 154,5 cm

Provenienz

Versteigerung Dorotheum, Wien, 17. Oktober 1995, Lot 30;
Schweizer Privatsammlung

Expertise Ugo Ruggeri, Venedig, April 2015 liegt bei.

 € 10.000

Das Gemälde „Venus, Amor und die drei Grazien“ ist ein herausragendes Beispiel aus der Reifezeit des venezianischen Meisters Pietro Liberi. Stilistisch und thematisch ist es eng verwandt mit „Venus und die Grazien“ in Schloss Fredericksborg, den "Drei Grazien" in Hampton Court und „Venus und die Grazien“ in der Sammlung De Stefani/Rovigo (vgl. Ugo Ruggeri, Pietro e Marco Liberi. Pittoru nella Venezia del Seicento, Rimini 1995, Kat.-Nr. P155, P157, P158).

Im Oeuvre Pietro Liberis ist neben den italienischen Einflüssen von Paolo Veronese (1528-1588), Antonio da Correggio (1489-1534) und Pietro da Cortona (1596/7-1669), auch die Inspiration von Peter Paul Rubens (1577-1640) zu erkennen. Gelegenheit die Werke des Flamen zu studieren hatte Liberi wohl auch während seiner Zeit um 1658/59 in Wien, in der er auch mehrere Werke für Erzherzog Leopold Wilhelm geschaffen hat.

Aufgrund der gekonnt gesetzten Lichtakzente und dem lebendigen Pinselstrich datiert Ugo Ruggieri das vorliegende Gemälde in die 1660/70er Jahre und vergleicht es mit den Werken „Das Parisurteil“ in der Gemäldegalerie Dresden und „Diana und Callisto“ in der Hermitage in St. Petersburg.