Auktionshaus

Auktion: Klassische Moderne

25. November 2014, 15:00 Uhr

0095

Norbertine Bresslern-Roth*

(Graz 1891 - 1978 Graz)

„Tanz der Kraniche“
1971
Öl auf Jute
96 × 83,5 cm
Signiert links unten: B. Roth
Rückseitig auf Klebeetikett eigenhändig bezeichnet: "Tanz der Kraniche" Öl Bresslern-Roth

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Literatur

Michael Stoff, Bresslern-Roth, Eine Hommage im St. Veiter Schlössl zu Graz, 2003, m. Abb. (o. S.)

Das Bild wird von Frau Dr. Christa Steinle, Universalmuseum Joanneum Graz, in das in Vorbereitung stehende Werkverzeichnis aufgenommen.

€ 25.000 - 50.000

Norbertine Bresslern-Roths Tierdarstellungen fanden schon in den 1920er Jahren internationale Resonanz und wurden weltweit gesammelt. Ihre erste künstlerische Ausbildung genoss die Malerin an der Steirischen Landeskunstschule und an der Tiermalschule in Dachau. In Wien zeigte sich Ferdinand Schmutzer 1912 derart beeindruckt von ihrem Talent, dass er sie in sein Akademieatelier aufnahm, obwohl Frauen offiziell erst ab 1921 an der Kunstakademie studieren durften. Nach einer erfolgreichen ersten Ausstellung in der Wiener Secession 1914 ließ sich Norbertine Roth 1916 als freischaffende Künstlerin in Graz nieder.
Während sich die Malerin in frühen Jahren auch der Menschendarstellung gewidmet hatte, fokussierte sie ihr Schaffen in späteren Bildern ganz auf das Tiermotiv. In Tiergärten und in der freien Natur schuf sie zahlreiche Studien zu exotischen und einheimischen Tieren, auf die sie in ihren Gemälden zurückgreifen konnte. Unverwechselbar legte sie eine besondere Dynamik und Dramatik in ihre Werke und setzte die jedem Tier eigene Wesensart mit großer Sensibiltät in Szene. Als Bildträger verwendete die Malerin bevorzugt grobe Jute. Die körnige Struktur des Jutematerials mindert die Schärfe der Konturzeichnung, lässt die Farben fließend ineinander übergehen und verleiht den Gemälden eine samtige Oberflächentextur. (CMG)