Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

07. Oktober 2014, 16:00 Uhr

0248

Hubert Scheibl*

(1952, Gmunden)

„Wittgensteins Reise II“
1985
Öl auf Leinwand
244 × 119 cm
Rückseitig signiert, datiert und betitelt: Hubert Scheibl 1985; "Wittgensteins Reise" II

€ 18.000 - 30.000

Mitte der 80er Jahre, also im Zenit der sogenannten "Neuen Wilden Malerei", begann sich Hubert Scheibl als einer der ersten einer rein monochromen Malerei zuzuwenden. In einem differenzierten, pastosem Auftrag suchte er aus dem Gestus der Malerei selbst, eine Idee, eine Erzählung Gestalt werden zu lassen. "Obzwar abstrakt formuliert, lag ihr Gegenstand immer außerhalb der Malerei selbst, als Interpretation von Realität, von Phantasien, Symbolen oder Gefühlen." (Brigitte Huck) Wesentliches Kennzeichen ist seine Arbeitsweise: ein Bild baut sich in einem längeren Zeitraum aus verschiedenen, sich überlagernden Schichten zusammen, was der planen Fläche eine sogartige Tiefe und einen unergründlichen Raum verleiht. Die Wahl der Farben ist bei Scheibl ebenso immer wohldosiert, es gibt nie ein Zuviel, aber einen musikalischen Rhythmus von pointierten Farbpunkten und monochromen Flächen. Der Phantasie des Betrachters wird so ein weiter Spielraum eröffnet. (MHH)