Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

13. Mai 2014, 17:00 Uhr

Objektübersicht
Objekt

0146

Max Weiler*

(Absam bei Hall i. Tirol 1910 - 2001 Wien)

„Windblumen“
1988
Eitempera auf Leinwand
95 × 65 cm
Signiert und datiert links unten: Weiler 88
Betitelt rückseitig auf Keilrahmen: Windblumen

Provenienz

österreichische Privatsammlung

Literatur

Galerie Würthle (Hg.), Weiler. Landschaft der Farbe, Wien 1988, Abb. O. S.

€ 80.000

Max Weiler ist der große Doyen der Landschaftsmalerei der österreichischen Kunst nach 1945. Sein malerisches Schaffen vereint Abstraktion und Natur in gleichem Maß. Man könnte von abstrakten Landschaften sprechen, Kunst parallel zur Natur. Ihm geht es weniger um eine topografische Deskription der Wirklichkeit, sondern um schöpferische Freiheit, die Natur inhaliert hat und vergeistigt auf der Leinwand aushaucht. Tanzend schweben die gemalten Farbflecken im Raum. Mikro- und Makrokosmos sind miteinander verwoben. Informelle Pinselstriche formieren sich zu sinnlichen Metaphern der Natur und wehen im dynamischen Kosmos des Bildgefüges, wie etwa im Gemälde Windblumen. Weilers Spätwerk aus den 1980er-Jahren zeichnet sich durchwegs als Fest der Farben aus, als koloristisches Orchester, während die elementaren Werkphasen davor, wie vor allem "Wie eine Landschaft", vermehrt im Erdigen ausgefallen ist: ein seelisches Durchatmen des Landschaftsmalers. (Florian Steininger)