Gemälde des 19. Jahrhunderts
Das in der Auktion Gemälde des 19. Jahrhunderts angebotene „Bildnis der Kaiserin Carolina Augusta“ von Johann Peter Krafft, welches sich mit 58.500€* über dem oberen Schätzpreis verkaufte, wird seine neue Heimat in einer musealen Sammlung finden. Die Arbeit rangiert nun auf Platz 5 der teuersten Werke des Künstlers.

Johann Peter Krafft (1780 - 1856)
Bildnis der Kaiserin Carolina Augusta (1792-1873), vierte Gemahlin von Kaiser Franz I., 1824
Öl auf Leinwand; gerahmt
62,5 x 42 cm
erzielter Preis € 58.500
Moderne Kunst
Der in unserer Sitzung für Moderne Kunst angebotene Koloman Moser „Drei weibliche Akte in Landschaft (Drei Grazien)“ (Los 1523), avancierte zum teuersten Los unserer Weihnachtsauktion und realisierte 572.000€*. Für die 1936 entstandene Tuschfederzeichnung „Lied in der Dämmerung“ von Franz Sedlacek (Los1539) wurden nach einem hart umkämpften Bieterduell schließlich 71.500€* vom erfolgreichen Käufer genehmigt. Dieser Preis markiert zugleich einen neuen Auktionsweltrekordpreis für eine Papierarbeit des Künstlers. Das große Interesse an Alfons Waldes „Die Godl“ (Los 1511) trug dazu bei, den unteren Schätzpreis zu verzehnfachen und sensationelle 167.00€* für diese frühe Arbeit einzuspielen.

Koloman Moser (1868 - 1918)
Drei weibliche Akte in Landschaft (Drei Grazien), 1914
Öl auf Leinwand; gerahmt
75 x 75 cm
erzielter Preis € 572.00

Franz Sedlacek (1891 - 1945)
Lied in der Dämmerung, 1936
Tuschfeder auf Papier; gerahmt
33 x 43,5 cm (Passep.-Ausschnitt), 43,7 x 60 cm (Blattmaß)
erzielter Preis € 71.500

Alfons Walde* (1891 - 1958)
Die Godl (Palmbretzen), 1912
Öl auf Karton; gerahmt
29,5 x 27,7 cm
erzielter Preis € 167.000
Zeitgenössische Kunst
Unter den zeitgenössischen Arbeiten stachen unter anderen die Lose von Hans Bischoffshausen und Max Weiler besonders hervor, beide überschritten die obere Offerte und erzielten 120.500€* (Los 2014) bzw. 133.500€* (Los 2015). Viel Aufmerksamkeit bekam ein kleines Aquarell von Martha Jungwirth (Los 2048) aus den 80iger Jahren, welches von 10.000€ Startpreis schlussendlich auf 40.500€* stieg. Einen Auktionsweltrekord von 9.500€* konnten wir für die wunderbare, 2013 geschaffene, Holzarbeit von Alfred Haberpointner (Los 2136) erzielen.

Hans Bischoffshausen* (1927 - 1987)
Raumspaltung, 1964
Dispersion, PVC, Spachtelmasse reliefiert, Öl auf Leinwand; ungerahmt
73 x 92 cm
erzielter Preis € 120.500

Max Weiler* (1910 - 2001)
Pflanzenwelt, 1983
Mischtechnik auf Leinwand; gerahmt
130 x 120 cm
erzielter Preis € 133.500

Martha Jungwirth* (geb. 1940)
o.T., 1987
Aquarell auf Papier; ungerahmt
41 x 29 cm
erzielter Preis € 40.500

Alfred Haberpointner* (geb. 1966)
o.T., 2013
Holz
180 x 123 cm
erzielter Preis € 9.500
Antiquitäten
Auch im Bereich der Antiquitäten wurden dank des globalen Interesses Spitzenpreise erreicht, so kletterte der Preis für einen Glaspokal (Los 3078) der „Westindischen Companie“ auf 17.000€* und damit auf das 42fache des unteren Schätzpreises. Nach einem intensiven internationalen Bietgefecht konnte die vergoldete Bronze eines Bodhisattvas (Los 3320) schlussendlich unter Applaus des Publikums für mehr als das 20fache der unteren Schätzung bei 31.500€* zugeschlagen werden. Weiteren großen Zuspruch erlangten auch ein Korallen Amulett (Los 3437, erzielter Preis: 12.000€*) und eine Pagode als Räucherfigur (Los 3156, erzielter Preis: 6.000€*), deren untere Offerte sich jeweils verzehnfachte und somit die Erwartungen bei Weitem übertraf.

Pokal "Westindische Compagnie"
Niederlande, 18. Jh.
farbloses Glas, geschliffen, geschnitten, geblänkt; die Wandung mit Darstellung eines Dreimasters, bezeichnet "HET WEL WEES ENDE/WESTINDISCHE COMPAGNIE" und Wappen mit Schwertern und Fahnen; Abrissnarbe am Boden
H. 23 cm
erzielter Preis € 17.000

Manjushri
China, 17./18. Jh.
vergoldete Bronze; Darstellung des Bodhisattva Manjushri, in der rechten Hand mit Schwert; auf der Unterseite mit Ying und Yang Symbol
H. 17,5 cm
erzielter Preis € 31.500

Korallen-Amulett
16./17. Jh.
Koralle, vergoldetes Metall
L. 9,5 cm
erzielter Preis € 12.000

Pagode als Räucherfigur
Alt-Wien, um 1750
Porzellan, glasiert; die Ohrlöcher als Rauchöffnung, auf der Innenseite mit unterglasurblauem Bindenschild
H. 9,6 cm
erzielter Preis € 6.000
Schmuck
In der Schmuckauktion waren es vor allem Perlen und Stücke mit farbigen Edelsteinen, die das Interesse unserer Kunden weckten. Eines der Spitzenlose war ein wunderbares Wandlungsdiadem/-collier (Los 4003), welches die untere Schätzung mehr als verdoppelte und sich für 16.900€* verkaufte.

Wandlungsdiadem/ -collier
JF Wrana, Wien, um 1900
erzielter Preis € 17.000
Jugendstil & Design
Auch die Jugendstil- und Designauktion lieferte einige Auktionsrekorde. So markieren die 32.500€* für das Augarten Kaffeeservice von Josef Hoffmann einen neuen Auktionsweltrekord für ein Porzellanservice dieser Ikone des Wiener Designs. Weitere Künstler-Rekordpreise konnten für Ernst Wahliss (Los 4610) und Mileva Roller (Los 4621) erzielt werden. Ein regelrechtes Bieterduell lieferten sich zwei Telefonbieter um die aus der Sammlung der Wiener Salonnière Berta Zuckerkandl stammenden Bonbonniere von Carl Otto Czeschka (Los 4501). Am Ende genehmigte der erfolgreiche Käufer mit 34.000€* mehr als Dreifache des Startpreises. Großen Anklang fanden auch Keramikarbeiten von Michael Powolny aus der uns anvertrauten privaten Sammlung der Familie Schleiss. Zahlreiche Lose des Künstlers überstiegen die ursprünglichen Schätzpreise teilweise bei Weitem, so zum Beispiel die mit 1.000-2.000€ taxierte Deckeldose mit Traubenträgern (Los 4553), die am Ende 9.500€* realisierte.

Josef Hoffmann (1870 - 1956)
Kaffeeservice
erzielter Preis € 32.500
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Carl Otto Czeschka (1878 - 1960)
"Bonbonniere"
erzielter Preis € 34.000

Michael Powolny (1871 - 1954)
Deckeldose mit Traubenträgern
erzielter Preis € 9.500

Ernst Wahliss (1837 - 1900)
Deckeldose
erzielter Preis € 8.500

Mileva Roller (1886 - 1949)
Decke
erzielter Preis € 2.500
Österreichische Privatsammlung
Die Versteigerung einer Österreichischen Privatsammlung bildete den fulminanten Abschluss des Auktionsreigens. In der Sektion für Gemälde des 19.Jahrhunderts überraschte ein Werk von Nikolai Semenovich Samokish (Los 5046), welches das Zehnfache des unteren Schätzpreises einspielte und sich für 49.500€* verkaufte, gleichzeitig ein österreichischer Auktionsrekord für den Künstler. Nach einem Startpreis von 10.000€ erzielte eine Stollentruhe (Los 5066), um welche Bieter am Telefon und Online mehr als 10 Minuten konkurrierten, schließlich den Zuschlag am Telefon für 81.000€*. Um mehr als das Siebenfache der unteren Offerte verkaufte sich eine aus Lindenholz geschnitzte Skulptur des Heiligen Philippus aus dem 15. Jahrhundert (Los 5073), der erfolgreiche Bieter genehmigte schlussendlich 38.000€*. Auch die 30 Lose aus der Gruppe der Habaner Fayencen erfreuten sich eines großartigen Zuspruches mit vielen Bieterduellen und einer Verkaufsrate von 100%.

Nikolai Semenovich Samokish (1860 - 1944)
Flotte Fahrt mit einem Viergespann, 1887
Öl auf Leinwand; gerahmt
43,5 x 103 cm
erzielter Preis € 49.500

Stollentruhe
14./15. Jh.
Nadelholz, Eisen; Zierbeschläge, 3 Schlösser, jeweils mit Schlüssel
183 x 41 x 60 cm
erzielter Preis € 81.000

Heiliger Philippus
15. Jh.
Lindenholz, geschnitzt; originale Fassung
H. 87 cm
erzielter Preis € 38.000

Sechskantige Habaner Schraubflasche
Slowakei, datiert "1660"
erzielter Preis € 26.000
Nach acht Sitzungen an fünf Tagen und mehr als 1.700 Losen reüssiert unsere Weihnachtsauktion nun mit einem wiederum beeindruckenden Gesamtergebnis von rund 8,4 Millionen €*.
Wir wünschen Ihnen schöne Festtage und ein erfolgreiches neues Jahr mit viel Freude an Kunst!
*Die publizierten Preise verstehen sich inklusive Aufgeld.