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Auktion: Antiquitäten

07. Dezember 2022, 15:00 Uhr

1178

Jagdsäbel

1. Hälfte 18. Jahrhundert
Stahl, Elfenbein, Leder; einschneidige, durchbrochen gearbeitete Toledo-Klinge aus Stahl, gebläut, graviert und mit Gold eingelegt, 1 langer Zug und 2 Hohlschliffe (beide 22,5 cm lang); auf dem Klingenrücken die Inschrift „Viva Ferdinando (…)“, die Inschrift wurde wohl vor 100 Jahren gefertigt und gehört nicht original zum Objekt; Gefäß aus feinstem Stahlschnitt und Teilvergoldung; S-förmige Parierstange mit floralem Dekor in feinstem Stahlschnitt gearbeitet, auf dem gebeugten Stichblatt im Oval auf der Barockkartusche das bekrönte Monogramm von König Ferdinand I „FR“ (Fredericus Rex), vollplastisch geschnitzter Elfenbeingriff mit einem Hirsch und Wildschwein, die von einer Hundemeute angefallen werden, sehr feine detailreiche meisterliche Arbeit mit original vergoldeter Niete aus der Zeit; die Scheide aus Holz, mit genopptem und grün gefärbtem Leder überzogen; die Scheidenbeschläge rückseitig mit Jagdtropheus (Pfeil und Köcher, Gewehr und Hirschfänger)
Klingenlänge: 62,5 cm Klingenbreite: 3 cm Gesamtlänge: 83,5 cm

CITES-Bescheinigung liegt bei.

Schätzpreis: € 20.000 - 40.000

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Prunkvoller Jagdsäbel mit einschneidiger Rückenklinge mit einer langen, bis zur Spitze reichenden schmalen Hohlkehle und mit zwei Hohlkehlen mit einer Länge von 22,5 cm. Es handelt sich um eine durchbrochene Toledoklinge aus der 1. Hälfte des 17. Jahrhunderts.
Die Klinge ist aufwändig, fast bis zur Spitze gebläut, graviert und mit Gold eingelegt, beidseitig in der Mitte die eingravierte Jagdgöttin Diana und mehrere Tropheus.

Das Gefäß ist sehr aufwändig und prunkvoll ausgeführt. S-förmige Parierstange mit abwärts gebogenem Stichblatt, beides aufwändigst mit Stahlschnitt und Barock-Rocaillen verziert. In der Mitte des Stichblattes das bekrönte Monogramm „FR“ (wohl für König Friedrich II. - auch Friedrich der Große genannt, war einer der berühmtesten preußischen Könige. Er lebte von 1712 bis 1786). Das gesamte Gefäß ist teilvergoldet.

Der Griff aus Elfenbein, vollplastisch geschnitzt, mit einem Hirsch und Wildschwein, die von einer Hundemeute angefallen werden. Sehr feine und detailreiche meisterliche Arbeit mit originaler vergoldeter Niete aus der Zeit.

Die Holzscheide mit feinem, dunkelgrünem, genopptem Leder überzogen. Sie ist ebenso mit aufwändig gearbeiteten Beschlägen mit Stahlschnitt und Gravuren versehen. Im gleichen aufwändigen Dekor wie das Gefäß gearbeitet, weist das Mundstück vorne einen springenden Jagdhund auf und auf der Rückseite einen Jagdtropheus (Pfeil und Bogen, Schwert und Gewehr). Das Ortblech ist mit gleicher Qualität gearbeitet, vorne und hinten mit Blumen verziert und teilvergoldet.