Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

06. Dezember 2022, 17:00 Uhr

0223

Rudolf von Alt

(Wien 1812 - 1905 Wien)

„Schiffswerft im Hafen von Triest“
1840
Öl auf Papier auf Leinwand
21 x 29,5 cm
Signiert und datiert rechts unten: R Alt 1840
Rückseitig handschriftlich betitelt sowie Ausfuhrstempel (Zentralstelle für Denkmalschutz und Unterricht)

Provenienz

österreichischer Privatbesitz

Ausstellung

1841 Wien, Akademie, Nr. 409

Literatur

Vergleiche: Marianne Hussl-Hörmann, Rudolf von Alt. Die Ölgemälde, Auktionshaus im Kinsky (Hg.), Wien 2011, S. 124, WV-Nr. 27, S. 170, Nr. II.15;
Thieme/Becker, Allgem. Lexikon der bildenden Künstler, S. 322, um 1841 "Schiffswerfte in Triest"

Schätzpreis: € 20.000 - 40.000

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Im Spätherbst 1840 unternahm Rudolf von Alt, gemeinsam mit seinem Vater, eine Dalmatienreise, die ihn bis nach Ragusa (Dubrovnik) führen sollte. Am Beginn dieser Reise stand jedoch im August ein Aufenthalt in Triest, Österreichs wichtigstem Zugang zur Adria. Bis dorthin war der Künstler wohl mit der Postkutsche gefahren, denn die Eisenbahnverbindung von Wien nach Triest gab es erst ab 1854.

Vorliegendes Aquarell zeigt eine Schiffswerft im Hafen von Triest. Möglicherweise handelt es sich um die Werft des österreichischen Lloyd, der damals schon größten Schifffahrtsgesellschaft im Mittelmeerraum. Dieses Motiv mit den kleinen Fischerbooten, Segelschiffen und dem halbfertigen Schiffsrumpf, sowie dem Werftgebäude mit der österreichischen Fahne am Dach, hat Rudolf von Alt mehrmals festgehalten. Bekannt sind drei Aquarelle und zusammen mit unserer Arbeit zwei Gemälde in Öl.

Beeindruckend an diesen Werken ist die faszinierende Wettersituation, welche Alt wie kein zweiter darzustellen verstand. Über dem Werfthafen braut sich soeben ein Unwetter zusammen. Bedrohlich dunkle Wolken türmen sich über der Szenerie, die Meeresoberfläche ist zwar noch ruhig und spiegelglatt, aber es kann nicht mehr lange dauern, bis sich das Gewitter mit voller Wucht entladen wird. (MS)