Auktionshaus

Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts

14. Dezember 2021, 16:30 Uhr

0300

Hugo Mühlig

(Dresden 1854 - 1929 Düsseldorf)

„"Nach der Treibjagd"“
um 1904
Öl auf Leinwand
70 x 115,5 cm
Signiert rechts unten: Hugo Mühlig

Provenienz

Privatbesitz, Wien

Literatur

Vergleich: Angelika Baeumerth/Wilhelm Körs, Hugo Mühlig, Leben und Werk. Düsseldorf 1997, S. 243, WV-Nr. 477a und S. 249, WV-Nr. 537

 € 15.000 - 30.000

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Bei vorliegendem Gemälde handelt es sich um eine Variante eines in Mühligs Œuvre verbreiteten Jagdmotivs. Ein Jäger und ein Treiberjunge mit geschulterten Hasen gehen durch tiefen Schnee, von Jagdhunden begleitet, auf eine Gruppe bereits versammelter Jäger zu. Die Szene ist in diffuses Sonnenlicht getaucht, welches dem Gemälde einen impressionistischen Charakter verleiht.

Die Jagd war eines der bedeutenden Lebensthemen in Hugo Mühligs künstlerischem Schaffen. Dabei war für ihn nicht so sehr das Jagen selbst, sondern die Begleitumstände als Bestandteil der menschlichen Gesellschaft von Interesse. Seine Szenen zeigen die Beteiligten beim Aufbruch, bei der Rast, beim Jägerfrühstück oder eben bei der Heimkehr als charakteristische Motive. Dass Mühligs Darstellungen aus seinem eigenen stark empfundenen Naturerlebnis erwachsen, ist in der Ausführung der zarten Licht- und Winterstimmungen, den naturnahen, typischen Motiven und Feinheiten spürbar.

Hugo Mühlig, geboren 1854, studierte an der Dresdner Kunstakademie, zuletzt als Meisterschüler von Viktor Paul Mohn. Nach seiner Übersiedelung nach Düsseldorf wandte er sich mehr und mehr impressionistischen Maltechniken zu und setzte diese Effekte mit großer Virtuosität in seinen Werken ein. Seine Kompositionen zeichnen sich durch ausgesprochene Detailtreue aus, die ungekünstelten Motive fangen die Essenz des täglichen Lebens ein. (IH)