Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

05. Mai 2021, 16:00 Uhr

0347

Heinz Mack*

(1931, Lollar)

„o.T.“
1994
Acryl auf Leinwand; gerahmt
55 x 45 cm
Rückseitig signiert und datiert: Mack 94

Provenienz

direkt vom Künstler;
Kunsthandel Wien, 2015;
seither österreichischer Privatbesitz

€ 20.000 - 40.000

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Als Mitbegründer der ZERO Gruppe in den späten 50-er Jahren erfuhr Heinz Mack bereits früh große Anerkennung. Die Gruppe (Mitglieder waren auch Günther Uecker und Otto Piene) schuf mit Licht und Bewegung neue Gestaltungsarten im Gegensatz zur Tradition europäischer Malerei. Heinz Mack entwickelte dabei eine eigene Sprache von Licht und Farbe.
Diese erweiterte er über die Jahre. Seit 1991 schafft er Bilder – darunter dieses, 1994 entstandene - die er als chromatische Konstellationen bezeichnet. Den Begriff entlehnt der ausgebildete Pianist Mack der Musik: Chromatik bezeichnet die Umfärbung von Tonstufen durch Erhöhung oder Erniedrigung um einen Halbton. Diese Umfärbung setzt der Künstler nun in seiner Malerei in Buntheit um und verbindet sie mit seinem Rhythmusgefühl. So schwingen die einzelnen Elemente seiner Bilder wie Klangkörper zusammen.
Mack verwendet keine vorgezeichneten Skizzen, die Bilder entstehen in chromatischer Improvisation. Die Farbwerte des Lichts werden auf der Leinwand sichtbar; die Dynamik entsteht aus dem Zusammenspiel von Licht und Nichtlicht.
Diese zeitlose Schönheit ist dem Künstler das Wichtigste:
„Für mich ist die Schönheit in der Kunst die eigentliche conditio sine qua non, der höchste Anspruch, der nie ganz erfüllt, aber erstrebt werden kann… Diesem Anspruch folge ich, soweit mir von Natur aus die kreative Kraft gegeben ist.“ (Heinz Mack, Ibiza März 2016, in: Heinz Mack. Von Zeit zu Zeit. Malerei und Skulptur 1994-2016 im Palais Schönborn-Batthyany. Ausstellungskatalog, Wienerroither & Kohlbacher, Beck & Eggeling, Wien 2016)
(Alexandra Markl)