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Franz Christoph Janneck
(Graz 1703 - 1761 Wien)
„Anbetung Christi durch die Heiligen Drei Könige“
um 1740/50
Öl auf Kupfer; gerahmt
53,5 x 76 cm
Signiert rechts unten: F.C. Janneck fe
Provenienz
österreichischer Kunsthandel, 1947;
Ankauf durch Dr. Reinhold Boller (1901-1968),
durch Erbgang an seine Nachkommen;
Privatsammlung, Österreich
Das Gutachten von Dr. Christina Pucher, erstellt anhand des Originals am 25. März 2026, liegt bei.
Das vorliegende Gemälde wurde unter der Katalognummer "WK 174" im Werkverzeichnis aufgenommen.
Schätzpreis: € 35.000 - 70.000
erzielter Preis: € 45.500 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 35.000
Auktion ist beendet.
Das Gemälde wurde im Original von Dr. Christina Pucher begutachtet und von ihr als hervorragende eigenhändige Arbeit des österreichischen Malers Franz Christoph Janneck bestätigt. Stilistische Merkmale wie Figurenideal und Kompositionsweise weisen auf eine Entstehung um 1740/50 und entsprechen damit den charakteristischen Werken Jannecks aus dieser Schaffensperiode.
„Die perfekte Ausgestaltung und Figurenkomposition, sowie die Lichtführung und vor allem der diffizile Einsatz der Farben belegen hier seine große Meisterschaft. Er erzielt durch seine spezielle Malweise auf Kupfer und seine akkurate Pinselführung ein Kolorit, das durch feinste Nuancierung und Changeant eine dem Emaille ähnliche Oberfläche erreicht.“ (Christina Pucher, Gutachten von März 2026).
Wie Dr. Pucher schreibt, nehmen sakrale Themen im Œuvre Jannecks einen zentralen Platz ein. Seine Auftraggeber gehörten vornehmlich dem Adel, dem höfischen Umfeld sowie dem Klerus an. So dienten die Gemälde häufig der Ausstattung privater Andachtsräume und spiegeln die ausgeprägte Religiosität, wie sie Mitte des 18. Jahrhunderts geherrscht hat, wider.
Im vorliegenden Gemälde inszeniert Janneck in seiner typischen Manier die Darstellung als Bühne mit klar gegliederter Raumordnung: Das Jesuskind erscheint in übernatürlichem Licht auf dem Schoß Mariens und erhellt die gesamte rechte Bildhälfte. Maria hält den Christusknaben behutsam, während er sich segnend den herbeigekommenen Besuchern zuwendet. Josef steht etwas abseits am rechten Rand, auf einen Stock gestützt. Die Weisen aus dem Morgenland nähern sich ehrfürchtig und überreichen ihre Gaben. Die linke Bildhälfte wird wiederum von einem scheinbar endlosen Zug aus Menschen und Tieren bestimmt. Im Vordergrund fungiert eine Repoussoirgruppe – knieende Figuren in orientalischer Tracht neben einer umgestürzten Säule – als raumbildendes Element. Ein Lanzenträger im Profil führt den Blick des Betrachters weiter in die Tiefe zum Gefolge der Könige. Die Komposition folgt dabei dem Prinzip des Horror vacui: Zahlreiche Details beleben die Darstellung bis in den Hintergrund. In einer Senke erscheint eine antike Stadt, während sich dahinter ein schroffes Gebirge bis zum Horizont erhebt und farblich in den bewegten Himmel übergeht (vgl. Christina Pucher, Gutachten von März 2026).









