Auktionshaus

Auktion: Moderne Kunst

17. Juni 2026, 16:00 Uhr

3410

Kurt Absolon*

(Wien 1925 - 1958 Wulkaprodersdorf)

„Topfpflanze“
um 1948
Öl auf Malkarton auf Sperrholzplatte; gerahmt
48,4 x 36,4 cm
Rückseitig nummeriert: 714 (Nachlassnummer)

Provenienz

Nachlass Kurt Absolon, Wien;
österreichischer Privatbesitz

Literatur

Bernhard Hainz (Hg.)/Stefan Üner (Hg.), Kurt Absolon. Monografie und Werkverzeichnis, Weitra 2021, WV-Nr. 021, S. 194, mit Farbabb.

Schätzpreis: € 20.000 - 40.000
erzielter Preis: € 56.500 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 42.000
Auktion ist beendet.

Der Wiener Maler und Grafiker Kurt Absolon zählte zu den großen Hoffnungsträgern der österreichischen Nachkriegskunst. Mit seinem existenziellen Werk gab er der modernen Kunst in Österreich eine eigene Note. In nur wenigen Jahren bis zu seinem tragischen Unfalltod 1958 schuf Absolon ein reifes und originelles Werk, das sich neben Größen wie Egon Schiele, Alfred Kubin und Herbert Boeckl behaupten kann. Absolon hatte viele Promoter, von Herbert Eisenreich über Kristian Sotriffer bis zu Alfred Schmeller. Hans Weigel war sich sicher, „dass da mit uns, ebenso unerkannt, ein Künstler vom Rang Egon Schieles lebte.“ (Hans Weigel, Die Grabschrift eines Namens. Erinnerungen an Kurt Absolon zur zwanzigsten Wiederkehr seines Todestages am 26. April 1958, in: Salzburger Nachrichten, Jg. 34, Nr. 82, 8./9.4.1978, S. 21 [wiederabgedruckt in: Hans Weigel: In Memoriam, Graz [u. a.] 1979, S. 11]).
(Stefan Üner, 2022)