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Auktion: Zeitgenössische Kunst

30. Juni 2022, 17:00 Uhr

Objektübersicht
Objekt

2212

Hans Hartung*

(Leipzig 1904 - 1989 Antibes)

„T1980-E4 (T1980-E5)“
1980
Acryl auf Spanplatte; gerahmt
102 x 130 cm
Signiert rechts unten: Hartung
Rückseitig am Keilrahmen bezeichnet: Hartung T 1980-E4

Provenienz

Atelier Hans Hartung, Antibes;
Galerie Carinthia, Ossiach/Klagenfurt (erworben direkt beim Künstler am 22. Juli 1987);
seither österreichischer Privatbesitz

Die Arbeit wird in das Online-Werkverzeichnis (www.hanshartung.com) aufgenommen.

Schätzpreis: € 120.000 - 240.000
Limit: € 150.000

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Die Lyrische Abstraktion ist es, die den 1904 in Leipzig geborenen Maler und Grafiker Hans Hartung zu einem der Wegbereiter der Kunstrichtung des Informel macht. Auf der großformatigen Spanplatte kann man die Kontraste von hell und dunkel, von Farbflächen und hauchdünnen Linien, von glatter Oberfläche und Schürfungen, Kratzern und Verletzungen erkennen, die seine Malerei kennzeichnen. Es entsteht ein rhythmischer Bildkörper.

Lange bevor der Künstler an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig zu studieren begann, war das kindliche Erleben eines starken Gewitters mit taghellen Blitzen Inspiration für viele Zeichnungen. Striche, Gesten und Farbspuren ziehen sich als Ausdrucksweise und Leitmotiv durch sein gesamtes Oeuvre und die Vielzahl an tableaus, wofür das „T“ im Titel der jeweiligen Arbeit steht. Rembrandts Rohrfederzeichnungen oder Goyas Radierungen beeindruckten Hartung. Aber auch Kandinsky und Klee werden oft als Vorbilder für seinen ungegenständlichen Stil und das grafische Linienspiel genannt.

(Clarissa Mayer-Heinisch)