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Auktion: Antiquitäten

29. Juni 2022, 14:00 Uhr

1032

Apostel Petrus

Südtirol, 14. Jahrhundert
Lindenholz, vollplastisch geschnitzt; alte Fassung; der Sockel später
H. 97 cm

Literatur

Ausstellungskatalog, Maria. Licht im Mittelalter, Meisterwerke der Gotik, Leogang 2003, S. 261

Schätzpreis: € 3.500 - 7.000
Limit: € 5.000

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Er hieß ursprünglich Simon, Sohn des Jona, und hatte sich zusammen mit seinem Bruder Andreas als Anhänger Johannes des Täufers Jesus angeschlossen, der ihn daraufhin Kephas (Fels) nannte und ihm die Verheißung gab, dass über diesem Felsen die Kirche Christi errichtet werde, welche die Pforte der Hölle nicht überwältigen könne. Der hl. Petrus wirkte zuerst in Antiochien und ging später nach Rom , wo er unter Kaiser Nero 67 nach Christus das Matyrium erlitt. Über seinem Grab erhebt sich der gewaltige Petersdom. Die typische Herkunft dieser hochgotischen Figur aus den Portalplastiken (Straßburger Münster) bzw. Ausstattungsfiguren hochgotischer Chöre (Kölner Dom) mit ihrer säulenhaften statuarischen Ausrichtung tritt stark hervor, sodass anzunehmen ist, dass auch unser hl. Petrus einst in ähnlicher Funktion liturgische Verwendung gefunden hat. (Maria. Licht im Mittelalter, S. 261)