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Auktion: Antiquitäten

06. Juli 2021, 13:00 Uhr

0269

Kutschenuhr

Augsburg, frühes 18. Jahrhundert
Silbergehäuse, getrieben; durchbrochenes Silbergehäuse, Übergehäuse mit matialischen Motiven; Messingwerk z. T. vergoldet, reich graviert, auf der Platine reich geschnittener Kloben und Verzierungen; signiert: "Johannes Beithelrockh", 1700-1758 (siehe: Abeler, Meister der Uhrmacherkunst, S. 64), "Augusta" (für Augsburg), Werksnr. "3667"; Spindelgang mit Schnecke und Kette; auf Glocke Selbstschlag mit petite sonnerie, Repetition, am Glasreif bezeichnet: "Wanmanes truck SoRepudieres", mit grande sonnerie (Viertelstundenschlag und Wiederholung der vollen Stunde); Weckvorrichtung
Dm. 10,5 cm

€ 25.000

Kutschenuhren sind Zeugnisse einer Zeit, als Reisen ein mühsames, riskantes und langwieriges Unterfangen war. Als Kutschenuhren werden Reiseuhren bezeichnet, die in der Kutsche oder direkt an dem Sattel des Pferdes angebracht werden können. Optisch erinnern sie an überdimensional große Taschenuhren, die häufig von mehreren Übergehäusen umfasst sind. Diese dienen dem Schutz vor Schlägen und Stößen, die mit Reiseunternehmungen einher gingen. (vgl. Lukas Stolberg; Christian Pfeiffer-Belli (Hg.). Die Kutschenuhr: Satteluhren, Karossenuhren, Alkovenuhren. München, 1993.)