Auktionshaus

Klassische Moderne

0032

Alfred Wickenburg

(Gleichenberg 1885 - 1978 Graz)

„Zusammenklang“
1930
Öl auf Leinwand
77,5 x 153 cm
Monogrammiert und datiert links unten: AW / XXX
Rückseitig Klebeetikett auf Keilrahmen: Sammlung Leopold II

Provenienz

Sammlung Johannes Wickenburg, Wien;
Sammlung Leopold II, Wien;
im Kinsky Wien, 17.04.2012, Nr. 70;
österreichischer Privatbesitz

Ausstellung

1930 Graz, Secession, Kat.-Nr. 46;
1931 Berlin, Kulturorganisation Porza, Secession Graz. Gemäldeausstellung, Kat.-Nr. 11;
1955 Wien, Akademie der bildenden Künste, Alfred Wickenburg, Kat.-Nr. 16;
1955 Salzburg, Galerie Welz, Alfred Wickenburg, Kat.-Nr. 16;
1955 Graz, Künstlerhaus, Alfred Wickenburg, Kat.-Nr. 9;
1976/1977 Wien, Österreichische Galerie, Alfred Wickenburg. Gemälde, Kat.-Nr. 21;
1982 Graz, Künstlerhaus, Alfred Wickenburg. Gedächtnisausstellung Gemälde, Kat.-Nr. 32;
2004/2005 Salzburg, Rupertinum, Alfred Wickenburg. Variation der Moderne

Literatur

Autorenkürzel F. R., Die Sezession Graz, in: Österreichische Kunst. Monatsschrift für bildende und darstellende Kunst, Architektur und Kunsthandwerk, Jg. 4, H. 4, 1933, S. 2 (mit Abb.);
Trude Aldrian, Alfred Wickenburg, Graz 1955, rez. Autorenkürzel M., steirischer Maler, S. 53;
Autorenkürzel J. L., Ein Maler von innerer Distanz, in: Die Presse, 6.10.1955;
Hans Fenz, Der Grazer Maler Alfred Wickenburg, in: Österreichisches Tagebuch, 26.2.1955;
Wilfried Skreiner, Alfred Wickenburg. Der Maler und sein Werk, Graz/Wien/Köln 1972, Abb. 18;
Otmar Rychlik u. a., Alfred Wickenburg 1885-1978. Das künstlerische Werk 1905 - 1945, Wien 1996, WV-Nr. Ö79, Abb. S. 105;
Barbara Hartweger, Die Sezession Graz 1923-1938, Diss. Graz 2006, S. 148f. und S. 332 (mit. Abb.);
Christian Huemer/Agnes Husslein-Arco/Stella Rollig (Hg.), Alfred Wickenburg. Monografie und Werkverzeichnis, Wien 2018, WV-Nr. GE 85, S. 121 (mit Abb.)

Preis auf Anfrage

Im Ölbild Zusammenklang von 1930 gelingt es Alfred Wickenburg, die Genre Stillleben, Landschaft und Porträt auf geniale Weise zu kombinieren und stellt so beeindruckend unter Beweis, warum er zu den bedeutendsten Protagonisten der steirischen Avantgarde gehört.

Der linke Bildbereich wird beherrscht von einem aus der Vogelperspektive betrachteten Stillleben mit Käse, Karfiol und Früchten. Der dunkle Untergrund bildet eine Draperie, die vulkanartig nach oben steigt. In der rechten Bildhälfte erkennt man ein Paar in grüner Landschaft, bei dem Wickenburg seine Frau und sich selbst dargestellt hat. Im Hintergrund befindet sich eine burgartige Kulisse mit Bäumen. In Anspielung an die Kompositionen des Kubismus und die Pittura metafisica konzentrierte sich Wickenburg in seinem Sujet auf das rhythmische Zusammenspiel von Farbe und Form, in welcher er auf poetische Weise seinem künstlerischen Kosmos Ausdruck verlieh. (Dr. Stefan Üner)