Auktionshaus

Auktion: Jugendstil & Design

27. November 2013, 19:00 Uhr

0442

George Minne

(Gent 1866 - 1941 Laethem-St. Martin)

„Schlauchausgießer (L'Homme à l'outre)“
Entwurf: 1897, Ausführung: um 1900
Bronze; auf dem Sockel signiert G Minne
Gesamthöhe: 62 cm, Länge des Sockels: 41,8 cm, Breite des Sockels: 27,5 cm;

Provenienz

origin Mons, L'Architect Richard Goetgeluck, direkt vom Künstler gekauft, seitdem belgischer Privatbesitz.

Ausstellung

1898, Brüssel (Nr. 266, Bronze); 1899, Paris (Nr. 193, Bronze); 1900, Berlin (Nr. 401, Bronze); 1900, Wien (Bronze); 1904, Hagen; 1907, Berlin, Cassirer (Nr. 51, Marmor); 1908/09, Budapest (Marmor); 1909, Venedig (Marmor); 1913, Gent, u.a.

Sammlungen: Bronze: Theo Van Rysselberghe (vor 1898); Bremen, Kunsthalle (1905); Paris, musée du Luxembourg, LUX 282 (1905); Halle, Städtisches Museum (19113); Museum of Fine Arts Ghent (Plaster), Inv. No. 1986-AB (dort bezeichnet als "Man with a Waterskin").

Literatur

Ver Sacrum 1901, S. 28 (Vorderansicht), S. 29 (Rückenansicht); Roessler, George Minne, in: DKD, 25 (1909/1910), S. 242; van Puyvelde, Collection les Contemporains, George Minne, Editions des `Cahiers de Belgique`. S.A. Brüssel 1930, cat. No. 23; Bisanz-Prakken, Hoozee, Verleysen u.a.Museum voor Schone Kunsten, Gand, Minne – Maeterlinck, L‘ univers de George Minne et Maurice Maeterlinck, Bruxelles 2011, cat. 80, p. 169; Rossi-Schrimpf, George Minne - Das Frühwerk und seine Rezeption in Deutschland und Österreich bis zum Ersten Weltkrieg, Weimar 2012, S. 79, P 17.

Schätzpreis: € 15.000 - 30.000
Ergebnis: € 17.000
Auktion ist beendet.

Der Entwurf des "Schlauchausgießers" stammt aus dem selben Jahr wie der "Kleine Reliquienträger" (Kat. Nr. 443) und schließt im Motiv des Stehens an die Figuren der "Verwundeten" an. Das Standmotiv verleiht dieser Figur eine besondere Festigkeit. Der Eindruck von Kraft findet sich in der Geste des Ausgießens, die der Künstler in einer komplizierten Armdrehung darstellt. In seinen stehenden Jünglingsfiguren variierte Minne die Gebärden. Der obere Arm wird vor das Gesicht geführt, so dass dieses für den Betrachter nicht kenntlich wird.