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Auktion: Zeitgenössische Kunst

08. Oktober 2013, 17:00 Uhr

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Objekt

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Marc Adrian*

(Wien 1930 - 2008 Wien)

„Mnemosyne (Erinnerung-Mutter der Musen)“
1976
Malerei Öl auf Leinwand hinter Edelitglas
94 × 74 cm
Rückseitig signiert, bezeichnet und datiert: Marc Adrian Erinnerung Muttertag Musen 1976 Szbg (Salzburg)
Werkverzeichnis WV-Nr. WV 189

Literatur

Anna Artaker, Peter Weibl (Hg.), Marc Adrian. Katalog Neue Galerie Graz Landesmuseum Joanneum, Klagenfurt 2007, Abb. S. 304, WV-Nr. 189

€ 12.500 - 20.000

Marc Adrian studierte bei Fritz Wotruba an der Akademie der bildenden Künste in Wien und hatte Studienaufenthalte in Paris und Mailand. Erste plastische Arbeiten entstanden 1948. Bereits Anfang der 1950er Jahre hatte Adrian Einzelausstellungen in Paris. Ab 1954 entwickelte sich ein Nahverhältnis zur Wiener Gruppe, mit deren Mitgliedern er regen Austausch pflegte. Parallel zu seinen literarischen, plastischen und bildenden Arbeiten schuf Adrian eine Reihe von avantgardistischen Filmen. Neben Peter Kubelka, Ferry Radax und Kurt Kren gehörte er zur ersten Generation des österreichischen Avantgardefilms. Und schon in den 60er Jahren setzte er sich mit Computerkunst auseinander.
1965 begann Adrian ein Studium der Wahrnehmungspsychologie in Wien. Im selben Jahr war er neben Künstlern wie Frank Stella, Bridget Riley und Victor Vasarely mit einer Hinterglasmontage in der Ausstellung "The Responsive Eye" im Museum of Modern Art in New York vertreten. Diese Ausstellung war Ausgangspunkt für jene Kunstrichtung, die im folgenden unter der Bezeichnung "Op Art" firmierte, was ursprünglich als Gegenbegriff zur damals in den USA vorherrschenden Pop-Art gedacht war.

Neben seiner künstlerischen Arbeit begann Adrian ab 1970 an Hochschulen u.a. in Hamburg, Cambridge und Wien zu unterrichten. 1988 war er österreichischer Vertreter bei der "Olympiade des artistes" in Seoul. Personalausstellungen fanden zudem in Europa, den USA und Indien statt.
(CMG)