Auktionshaus

Auktion: Zeitgenössische Kunst

17. April 2012

0129

Arik Brauer*

(Wien 1929 - 2021 Wien)

„Orpheus und Eurydike“
Öl auf Platte
50 × 80 cm

€ 28.000 - 40.000

Arik Brauer*
(Wien 1929 geb.)
Orpheus und Eurydike
Öl auf Platte
50 x 80 cm
Signiert links unten: Brauer
Rückseitig betitelt
Rückseitig Werkverzeichnisnummer Öl 747
Proveniez: Österreichicher Privatbesitz

"Ich lebe malend - das heißt, ich male so, wie ich atme, und unter meinen Augen
verwandelt sich die Wirklichkeit in das, was sie tatsächlich ist, nämlich in einen
Garten paradiesischer Schönheit."
(Arik Brauer)

Das künstlerische Multitalent Arik Brauer hat als Maler die „Wiener Schule des Phantastischen Realismus“ mitbegründet. Darüber hinaus profilierte er sich als Grafiker, Bühnenbildner, Sänger und Dichter. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges inskribierte der 16-jährige an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Dort war Albert Paris Gütersloh, der geistige Vater der Wiener Surrealisten, sein Lehrer.
Gleichzeitig absolvierte Arik Brauer aber auch eine Gesangsausbildung an der Musikschule der Stadt Wien. Er wurde Balletttänzer am Raimundtheater, und später, als er sich mit seiner Frau Naomi in Paris niederließ, verdiente das Paar mit Singen seinen Lebensunterhalt, ehe er sich als Maler durchsetzte.
Als Brauer 1964 die Pariser Bohème verließ und wieder nach Wien zurückkehrte, genossen die Phantastischen Realisten bereits große Popularität. Gemeinsam mit Ernst Fuchs, Rudolf Hausner, Anton Lehmden und Wolfgang Hutter zählte Brauer bald zu den Stars der österreichischen Kunstszene. Farbenfrohe, bunte Paradiese sind charakteristisch für sein Werk, ebenso die detaillierte Kleinarbeit. Lasuren und Lichtschleier verleihen den Motiven eine geheimnisvolle Fremdartigkeit. (OHR)