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Josef Hoffmann
(Pirnitz 1870 - 1956 Wien)
„Rauchgarnitur“
Wiener Werkstätte, 1923-25
Messing, leichter Hammerschlagdekor; 5-teiliges Service, bestehend aus: 1 Tablett, 1 Zigarrenschale, 1 Zigarettenschale, 2 Aschenschalen; jeweils auf der Unterseite gemarkt mit Entwerfermonogramm "JH" und "WIENER/WERK/STÄTTE"
Dm. 31,6 cm (Tablett), H. 4,7 bis 11,2 cm (Schalen)
Literatur
Wiener Werkstätte-Archiv, MAK Wien: Inv.-Nr. WWF 114-9-3 (zeitgenössisches Foto);
Verkaufskatalog der Wiener Werkstätte GmbH, Wien 1928, S. 401
Schätzpreis: € 2.500 - 5.000
erzielter Preis: € 3.640 (inkl. Gebühren und österreichischer MwSt.)
Meistbot: € 2.800
Auktion ist beendet.
Unsere in den 1920er Jahren von Josef Hoffmann entworfene Rauchgarnitur ist ein interessantes Beispiel seiner künstlerischen Entwicklung. Im Gegensatz zu den durch Klarheit, sowie geometrischer Abstraktion charakterisierten, frühen Werken des Künstlers wirkt die 5-teilige Garnitur dynamisch und bewegt. Die besondere Dynamik erreichte Hoffmann einerseits durch die verschiedene Oberflächenbearbeitung: den Kontrast zwischen glattem Spiegel und der mit Hammerschlagdekor versehenen Wandung. Andererseits wurden die Wandungen der Schalen in einer Rechtsdrehung getrieben, welche abrupt bei den Sockelzonen endet, die ihrerseits in einer leichten Linksdrehung getrieben wurden. Dennoch sind die einzelnen Teile - wie für Hoffmann üblich - auf wesentliche Züge reduziert, sodass ihre Funktion allein durch ihre Größenverhältnisse erkennbar wird. Die Rauchgarnitur kann als typisches Beispiel für Hoffmanns Neuinterpretation des Klassizismus gesehen werden. (JK)

